Sonntag, 1. Mai 2016

Reaktion

Frau Wontorra, niedersächsische Behindertenbeauftragte, hat sich in Bezug auf die Feriensituation gemeldet:

Inklusion - also die vollwirksame Teilhabe und Teilnahme in allen Lebensbereichen - ist ein Menschenrecht. Ich hatte mir, genauso wie viele der Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, mehr vom Bundesteilhabegesetz versprochen. Der Entwurf liegt seit Anfang der Woche vor - die ersten Eindrücke sind mehr als ernüchternd.
Die bisherige Umsetzung von Inklusion entspricht längst nicht der UN-Behindertenrechtskonvention. Gerade deshalb ist es wichtig, einerseits anhand positiver Beispiele für Inklusion zu werben und sich andererseits dafür einzusetzen und stark zu machen, dass sich die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen und deren Familien verbessern. Ohne den stetigen Einsatz und das darauf hinweisen der Betroffenen, wie sich Entscheidungen im echten Leben auswirken, würde sich nichts ändern.
Neben von Ihnen zu Recht angesprochener nicht ausreichender und einkommensabhängiger Freizeitassistenz gibt es viele weitere "Baustellen", wie mehr bezahlbaren barrierefreien Wohnraum und mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen usw. Es gibt viel zu tun, das geht schrittweise. Und diese Schritte müssen unbedingt in die richtige Richtung gehen.

Klingt jetzt wirklich albern in diesen kleinen Schritten auf unsere Belange aufmerksam zu machen. Aber mit ähnlichen Aktionen haben wir es hinbekommen, daß auch unser Landkreis durch eine einheitliche Verwaltungsanweisung in Niedersachsen angehalten wird, den Teil der Kurzzeitpflege, der von der Pflegekasse nicht gedeckt ist, aber die 28 Tage noch nicht erreicht sind, für Schulkinder ab Pflegestufe 2 einkommens und vermögensunabhängig zu leisten hat.

Kommentare:

  1. Sehr kleine Schritte!
    Und das hier in unserem so reichen Land!

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    1. Inklusion kostet und ist kein Sparmodell, das muss in die Hirne

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