Sonntag, 21. Februar 2016

medizinisches Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung

Wir waren letzte Woche im medizinischen Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung in HH, Alsterdorf. Ich habe mich mit neurologischen/psychiatrischen Fragen dorthin gewendet und auch sehr schnell einen Termin bekommen. Also innerhalb von 14 Tagen. Allerdings wurde reflexhaft bei der Diagnose ICP uns als erstes ein Orthopädietermin aufs Auge gedrückt. Das obwohl ich schrieb, daß ich orthopädisch keine Fragen habe, da ich 4 mal im Jahr in der Neuroorthopädie im Annastift sei.

Ich habe diesen Termin dennoch wahrgenommen, denn wenn mir eine Fachkraft auf dem Silbertablett serviert wird und ich eh medizinsiche Stellungnahme brauche, um Begründung für den Rollstuhl außerhalb des Festpreises zu bekommen, dann greif ich zu.
Dem Orthopäden war es nach Lektüre meiner Beschreibung meines Sohnes und der Fragestellung fast unangenehm, daß ich den Termin bekommen habe, aber ich konnte gleich klarstellen, daß ich es eigentlich für verschiedene Fragestellungen gar nicht schlecht finde, wenn ein weiterer Arzt mal raufschaut.

So wird jetzt die anoperierte Beinlängendifferenz (missglückte HüftOP) jetzt mit 2 cm ausgeglichen, in der Hoffnung, daß dies ggf die immer wieder sich schädlich auswirkenden massiven Muskelimbalancen positiv beeinflusst.
Den von der KK und mir gewünschten Bericht hinsichtlich des Rollis kriege ich auch.
Nett fand ich, daß er meine Zusammenfassung in Bezug auf das Krankheitsbild und die autistische Verhaltensweise meines Sohnes als sehr gut lobte - sehr sympathischer Mensch "grins"

Wir konnten auch gleich einen Termin mit der Psychiaterin wahrnehmen. Leider ist derzeit noch keine Neurologin in dem Zentrum, die kommt erst zum Sommer (wieder). Auf deren Untersuchung warten wir noch und beginnen dann ggf mit der von dort vorgeschlagenen Therapie.
Ich war jedenfalls positiv angetan. Wir wurden nett und kompetent betreut und begleitet.

Es geht um abendliches, nächtliches Beinezucken, Ursache und Behandlungsmöglichkeiten und Abbau des Schlafmangels. Aber auch Abbau der Spitzen der Impulssteuerungsstörungen, was ggf schon durch Wiederherstellung des Schlafes passieren kann.


Kommentare:

  1. Danke für den Bericht. Das klingt ja ziemlich positiv.

    Wie wird denn die Beinlängendifferenz ausgeglichen? Weitere OP?

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    1. es kommt eine höhere Sohle unter den einen Schuh ;-)

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  2. Auch von mir ein "Danke". Wir wurden heute das 1.Mal darauf angesprochen, dass Robert nun nur noch 3 Jahre ins SPZ kommen "darf". Der Arzt findet es nicht gut, es gibt aber keine Möglichkeiten weiter dort betreut zu werden, wenn er 18 Jahre alt ist.
    Nun kommen also langsam neue Fragen. Wohin dann?
    Wir sind erst am Anfang, aber wissen schon jetzt, dass die Fahrtwege sehr viel weiter werden müssen. Hier gibt es weit und breit nichts für junge Menschen mit Behinderung.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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