Mittwoch, 15. Januar 2014

Mathe

In Mathe war ich gut in der Schule. Das ist zwar peinlich zuzugeben, aber es hat mir sogar Spaß gemacht.

Aber immerhin feier ich dieses Jahr auch schon das 25. Abi-Jubiläum, und in den letzten Jahren habe ich eher weniger Gleichungen umgeformt, also antwortete ich auch etwas verhalten auf die Frage, ob ich mir mal eine lineare Gleichung ansehen könne. Mein Sohn bekam, egal wie er es drehte und wendete, immer 1=0 raus, wobei sich x und y immer eleminierten.

Dabei war er eigentlich davon überzeugt, das Thema grundlegend verstanden zu haben. Nun stand eine Arbeit an, die Stunde, in der auch diese Vorbereitungsaufgabe hätte erklärt werden können, fiel wegen Krankheit des Lehrers aus.

Hier die Aufgabe: 2x=2y-4 3x-3y=-5

Also frisch ans Werk. Umgeformt hatte ich es schnell und auch bei mir eleminierten sich immer x und y.

Also weiter geknobelt, wo wir wohl die Fehler machen. Mein mathematisches Ego war angekratzt und mein Sohn am verzweifeln, so unfähig wird er nie die Mathearbeit irgendwie überstehen.

Dann fiel mir nach 45 min ein, daß wir das Buch ja gekauft hatten und ich den Lösungsteil herausgenommen hatte. Sehr erstaunlich, aber ich fand ihn auf Anhieb und siehe da... ha ha ha... dieser Term führt zu einer leeren Lösungsmenge.

Und wer sich auch mal versuchen möchte - diese Aufgabe hat eine Lösungsmenge:

Der Umfang eines Rechtecks ist 28,8 cm. Der Flächeninhalt dieses Rechtecks vermindert sich um 17,35 cm² (ich verbesser hier mal die Maßeinheit ;-) ), wenn die eine Seite um 3,5 cm verkürzt wird und die andere Seite um 4,5 cm verlängert wird.

Zeichne das Rechteck.



Kommentare:

  1. Das ist ja schon so weit weg - da komme ich gerade gar nicht klar. Mathe war auch immer mein Thema.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Vorausgesetzt, Du hast Dich vertippt und der Flächeninhalt verringert sich nur um Quadratzentimeter (Quadratmeter wäre ein bisschen heftig ;-), dann muss ich jetzt ein Dreieck mit Seitenlänge a=6,1 cm und b=8,3 cm zeichnen! Aber als Mathelehrerin laufe ich sicher außer Konkurrenz?! Zum Trost sei gesagt, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wer sich die krummen Zahlen ausgedacht hat...

    Ansonsten nutze ich das mal als Gelegenheit für einen Kommentar, auch wenn ich bislang immer nur stumm (dafür aber sehr gerne!) mitgelesen habe!

    Viele liebe Grüße,
    Karen

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    1. Bingo, da bin ich wieder erwischt worden - die Einheiten hinter den Zahlen waren immer meine Schwachstelle, weil ich genau da das Interesse an der Aufgabe verloren hatte ;-) man ändert sich im Alter nicht mehr.... aber wieso jetzt Dreieck?

      Aber auf die Zahlen kommen mir sehr bekannt vor ;-)

      Witzig war allerding an einer anderen Aufgabe, daß mein Sohn total maulte, wozu man im Leben jemals ausrechnen müßte, welche Seitenlänge ein Quadrat hat, das auf dem Punkt in einem anderen Quadrat steht - ich konnte wortlos auf einen genau solchen Quiltblock auf dem Sofa hinweisen und sagen, um den Stoff dafür zuzuschneiden.

      Stöhnen bei meinem Sohn....

      Liebe Grüße und Danke für den Kommentar

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    2. Da hast Du mich auch erwischt... Rechteck natürlich :-) Ich schreibe gerade Zeugnisse, das hat meine Konzentration offensichtlich aufgebraucht...
      Die Sache mit dem Quiltblock gefällt mir richtig gut!!! Das könnten genauso gut mein Sohn und ich gewesen sein ;-) Meine Kinder mögen meinen Kommentar "Experimentalphysik für Anfänger" auch gar nicht, wenn ihnen gerade etwas runtergefallen ist o.ä.

      Liebe Grüße,
      Karen

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  3. Ich setzt mich still in eine Ecke und höre Euch zu .... Mathe war ganz, ganz früher meins, hat sich irgendwie verloren.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  4. Ich weiß schon, warum ich meinen Erstis im Mathetutorium immer sage, dass sie _vor_ dem Rechnen erstmal schauen sollen, ob das Gleichungssystem überhaupt lösbar ist ;-). Es könnten eben auch parallele Geraden (wie bei euch) sein oder gleiche (nur anders geschrieben).
    Das kann man den Gleichungen ja ziemlich direkt ansehen und sich dann ggf. die aufwendige Rechnerei sparen :-)

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    1. Nachdem ich mein 25 Jahre verschüttetes Mathewissen wieder etwas aufgefrischt habe, hätte ih auch das Selbstbewußtsein, so etwas zu sagen ;-)

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    2. Ob ich das in 25 Jahren noch weiß, kann ich natürlich nicht vorhersehen^^
      Allerdings dürften die Chancen gar nicht so schlecht stehen, nachdem Mathe ja mein Studienfach ist ;-)
      Und momentan bin ich natürlich noch gut im Stoff und demonstriere diese Situation meinen Erstis regelmäßig mit einem Bildchen und ein paar Übungsaufgaben, wo auch entsprechende Gleichungen vorkommen. Aber ob's hilft? Ich fürchte, in der Klausur wird doch direkt drauflosgerechnet :-/

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