Freitag, 24. August 2012

Butternut Kürbis mit ger. Lachs

Normalerweise mache ich um Kürbisse eher einen größeren Bogen, an diesem Butternut Kürbis konnte ich aber einfach nicht vorbei gehen.

Ich habe ein Rezept abgewandelt, das Ihr findet, wenn Ihr dem Link hinter dem unten geposteten Bild folgt.

Ich habe den Kürbis längs durchgeschnitten, Kerne raus und mit etwas Öl bestrichen, dann ca 50 min bei 150 Grad gebacken.

In der Zwischenzeit habe ich 1 Becher saure Sahne, etwas Brunch Chili, in Stücke geschnittenen geräucherten Lachs und frische Basilikumblätter vermischt, etwas Pfeffer dazu.

(Und Kartoffeln und Würstchen für die Kinder vorbereitet, die sicher keinen Kürbis essen werden)

Als das Kürbisfleisch weich war, habe ich den Kürbis ausgehöhlt, das Kürbisfleisch in mundgerechte Stücke geschnitten und unter die Lachsmischung gehoben.

Diese Mischung habe ich in die ausgehöhlten Kürbishälften gefüllt, mit Käse überstreut und überbacken.

Das war wirklich mal ein komplett anderes Essen und sehr lecker.

Dazu gab es Römersalat mit Apfel und Trauben und ein Balsamicodressing.



Dienstag, 21. August 2012

Sommerferien in Bildern...

Nachdem wir gebotoxt haben, ist es wichtig, diese Zeit zur Dehnung zu nutzen. Deswegen ist danach konsequentes Orthesentragen wichtig. So die Theorie. Die Praxis sah so aus: Kurz vor der Reise mit der Lebenshilfe wollte ich noch schnell die Gelenke um 8 Grad in den Orthesen freigeben lassen. So brachte ich sie am Tag vor der Abfahrt zum Orthopädietechniker, konnte sie mir dann auch Abends wieder abholen.

Am Morgen der Reise zog ich sie dann unserem Burschen an und hatte irgendwie das Gefühl da stimme was nicht. Irgendwie war der Ablauf anders. Ich hatte das Gefühl, daß die Verschlüsse sonst anders waren.

Naja, wir mußten auch zeitig los, also habe ich nur irritiert der Kopf geschüttelt und es auf zeitlichen Stress geschoben. Aber kurz bevor wir am Treffpunkt der Reisegruppe ankamen, machte J. mir immer deutlicher, daß er Schmerzen in den Orthesen habe und weigerte sich auch nur wenige Schritte im Zug zu gehen.

Im letzten Zug, nahm ich dann die Beine genauer unter Augenschein und stellte fest, daß man den linken Schaft auf den rechten Fuß montiert hatte (so ist das, wenn man noch schnell was will) und umgekehrt. J. hatte schon richtig schlimme Druckstellen, weil die Schäfte ja völlig falsch gebogen waren.

Also habe ich Schuhe und Orthesen ausgezogen, seinem Begleiter einen größeren Schein in die Hand gedrückt und um ein Schuhsshopping am Urlaubsort gebeten, denn J. hatte eigentlich nur Hausschuhe für "ohne Orthesen" mit.

Soviel zur Praxis des Dehnens.... in diesem konkrenten Fall :-(

Ich hoffe, das hat alles geklappt, gleich kommt er zurück von seiner Lebenshilfereise.

Wir waren in der Zeit in Tirol und haben die Berge ohne Rolli genossen.

Auf diesem Foto könnt Ihr das Dorf Kappl per Pfeil erkennen und wo unsere Ferienwohnung lag:

Kappl 2012

Zwischen Dorf und Fewo lag ein Weg von 1.800 m und über 300 Höhenmeter. Das war was für unsere Flachlandkinder. Zumal mein Mann noch dankend die Abholhilfe vom Bus abgelehnt hatte, weil diese Daten wesentlich unscheinbarer und harmlos wirken, wenn man sie nur auf Papier sieht.

Jetzt mal Kappl/Paznaun/Tirol ohne Pfeile, einfach nur schön:

Kappl 2012

Und mit diesem Blick vom Balkon wurden wir belohnt, wenn wir wieder zur Ferienwohnung aufgestiegen sind:

Kappl 2012

Das Paznaun/Samnaun Gebiet ist international und man kann Grenzwanderungen auf alten Schmugglerpfaden betreiben:

Kappl 2012

Kappl 2012

Wieder tiefer unten im Tal (1800m) in der Schweiz sah es dann schon wieder lieblicher aus verglichen mit den Mondlandschaften oben.

Kappl 2012

Auf dem Märchenpfad kann man die Murmeltierabenteuer erleben. Das haben wir aber gar nicht gebraucht, denn wir haben Unmengen an Murmeltieren mit Babys gesehen. Zu süß.

Kappl 2012

Gut, daß es da Seilbahnen gab...

Kappl 2012

Ein großer Schmugglerschritt:

Kappl 2012

Die andere Möglichkeit zu unserer Ferienwohnung zu kommen, war auf den Berg links oben mit der Seilbahn zu fahren und dann diesen wunderbaren Weg nach unten zu wandern:

Kappl 2012

Dann war man nach ca 55 min direkt an unserer Wohnung. Es war eine witzige Erfahrung für uns nach Gewicht einzukaufen, denn alles mußte ja geschleppt werden.

Entlang des Weges fand sich auch dieses kleine Hotel:

Kappl 2012

Sieht das nicht lauschig aus???

Und so sah unser Feriendomizil aus:

Kappl 2012

Wir hatten die Wohnung in dem Haus in der Mitte mit dem Geranienbewachsenen Balkon.

An der Bielerhöhe haben wir uns nach diesem Bild zu verschiedenen Wanderungen aufgemacht. Ein Teil der Familie hatte entweder Fußschmerzen (Tochter) oder Angst vor steilen Wegen. So machte ich mich alleine mit unserem jüngsten Sohn, der Bergziege, auf den Weg zum Gipfelkreuz.

Ein paar Impressionen vom Weg:

Kappl 2012

Flüssigkeit nachfüllen, denn selbst auf über 2000 m Höhe (hier wohl 2300) war es sehr warm:

Kappl 2012

Kappl 2012

Kappl 2012

Mit diesen Ausblicken wurden wir belohnt:

Kappl 2012

Wußtet Ihr daß die Kuhglocken in Österreich ganz anders klingen als in der Schweiz? Da hat man in Ischgl einen guten Vergleich, denn die eine Seite des Berges liegt in Österreich und die andere Seite in der Schweiz:

Kappl 2012

Und wußtet Ihr, daß norddeutsche schwarzbunte Austauschkühe isoliert werden ;-) ?

Kappl 2012

Sie stand immer ganz alleine und wurde nicht integriert ;-)

Unser Jausenplatz in luftiger Höhe:

Kappl 2012

Kappl 2012

Mit diesem Ausblick:

Kappl 2012

Selbst auf 2700 m Höhe war es noch so heiß, daß dies richtig gut tat:

Kappl 2012

Kappl 2012

Hier haben wir am Abend gerne den Tag ausklingen lassen, um dann nach unten zu unserer Ferienwohnung zu wandern:

Kappl 2012

Mehr berichte ich später mal. Gleich kommt mein Sohn von seiner Reise wieder.


Sonntag, 5. August 2012

Botox

Morgen fahren wir mal wieder nach Hannover, um Botox in die Beine zu geben. Eigentlich habe ich mich immer gegen Botox gesträubt, aber durch das Längenwachstum in der Pubertät war es mal wieder notwendig.

Wie schon das letzte Mal mit 4 Jahren hat J. eher gering, aber so doch etwas darauf reagiert.
Leider hatten wir gerade in der Phase nach dem Botox mit den Orthesen Probleme, erst waren welche zu klein, dann brachen sie usw, so daß immer orthesenfreie und damit auch dehnungsfreie Wochen dabei waren, was sicherlich nicht gut ist.

Fazit ist allerdings, müßte ich die 600 € für das Botox selber zahlen, würde ich mich aus Kosten/Nutzen/Rosikoabwägungen dagegen entscheiden.

Damit die Fahrt nach Hannover nicht nur für Botox drauf geht, werden wir nochmals den Zoo in Hannover aufsuchen:

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Yukon Bay Hannover Zoo

Zoo Hannover

So wie dem Vogel oben stand auch mein Schnabel offen, als ich gesehen habe, wie sie die neuen Karibu Babys im Zoo getauft haben. Ist doch eines davon mein Namensvetter. Die anderen tragen die ebenfalls so wohlklingenden Namen wie Kunigunde und Snorre... da könnt Ihr mal sehen, in welche Kategorie mein Vorname fällt.

Meine Kinder haben nur gefeixt!



Freitag, 3. August 2012

2 Schläger + 4 Bälle = viel Spaß

Knapp unterhalb unserer Ferienwohnung im Harz liegt ein stillgelegter und dem Verfall preisgegebener Minigolfplatz. Sie Samtgemeinde führt ihn zwar auf den Wegweisern noch überall auf, aber findet wohl keinen Pächter, die ihnen 400 € im Monat dafür zahlt.

Deswegen liegt der Minigolfplatz nun seit Jahren brach aber offen. Wir haben ein Minigolfset gekauft, sind mit einem Besen losgezogen und hatten auf dem fast verwunschenen Platz viel Spaß.

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ehemaliger Minigolfplatz in Altenau - dem Verfall preisgegeben


Verfall im Harz

Aber wie überall, wo der Mensch sich zurück zieht, entsteht wunderbare Natur:

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Donnerstag, 2. August 2012

Brockenwanderung mit Handycap

Wenn man ein gehbehindetes Kind hat, kann man nicht einfach parken und den Goetheweg auf den Brocken stiefeln, wenn man denn gerne diesen Berg besteigen möchte. Nein, das erfordert mehr Planung.

Diese Planung sah im Ergebnis dann so aus, daß ich meinen Mann und einen Sohn in Torfhaus aus dem Auto geschmissen habe und sie Richtung Gipfel losstiefelten. Ich dagegen fuhr mit den übrigen Kindern nach Wernigerode und kaufte 2 Bahnkarten für die Fahrt mit der Dampflok auf den Brocken. Nur 2, weil die HSB unglaublich sozial ist und man darf mit Wertmarke als Behinderter kostenfrei fahren, eine Begleitperson bei eingetragenem B ebenso.

Wir 4 fuhren also Richtung Brocken. Schon bevor wir losfuhren, waren meine Männer nur noch 3 KM vom Gipfel entfernt. Aber sie hatten Picknick und Bücher dabei, denn die HSB ist ja kein D Zug.

HSB

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Naja, ganz so einfach, wie es sich hier liest, war es nicht, denn ganz Wernigerode ist eine Baustelle und ich kam nicht zum Bahnhof und für eine weitere Umleitung fehlte mir die Zeit vor der Abfahrt, also haben wir geparkt und sind mit Rolli, Kind und Kegel die letzten 500 m gelaufen.

Zum Glück dachte ich noch daran, den Parkplatz im Navi zu speichern und das Navi einzustecken.

Oben auf dem Brocken kam es dann zu einer Familienzusammenführung. Das wichtigste mußten wir zuerst erledigen. Autoschlüssel, Behindertenausweis, Fahrkarten und Navi tauschen. Denn diese Dinge benötigte jetzt mein Mann, der mit dem Wandersmannsohn und den beiden fußkranken Kindern die Rückreise mit der Bahn und dem Auto antrat, während ich mich mit dem Jüngsten an den Abstieg zu Fuß machte.

Während die Dampflokfahrt nach oben eher technisch begeisterte, tat es jetzt die Natur:

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Das Objekt der Begierde

Von da oben kamen wir her:

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Und da zu den in der Mitte zu erkenndenen Masten von Torfhaus wollten wir hin:

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hier etwas gezoomt besser zu erkennen:

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Die kaputten Bäume sind das, was alle in meinem Alter noch als Waldsterben in Folge des sauren Regens kennen. Man spricht nicht mehr so darüber. Im Nationalpark Harz sind die Folgen nicht beseitigt, sondern man überläßt den Wald sich alleine, in der Hoffnung, daß die alte den Nadelbäumen unterliegende Saat aus vorherigen Jahrunderten aufgeht, wenn diese absterben. Es soll ein naturbelassener Urwald entstehen, der so früher an dieser Stelle gestanden hat, bevor die Menschen ihn in schnell nachwachsende Hölzer vergewaltigt haben.

Teilweise sieht es sehr trostlos aber auch mahndend aus:

Die Auswirkungen des sauren Regens zwischen Torfhaus und Brocken

Waldsterben - saurer Regen - die Auswirkungen

Inzwischen rief mein Mann an, daß er den Wagen dank Navi im Fußgängermodus sehr schnell und zuverlässig gefunden habe und unterwegs sei, uns in Torfhaus abzuholen.

Wir wurden ziemlich von Insekten heimgesucht, was besonders meinen Sohn nervte. Die meisten Mückenstiche habe allerdings ich bekommen, allein auf einer Wange sind es 7.

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Mein Sohn sprang immer links und rechts des Weges wie ein junger Hund durch die Gegend, bis er völlig panisch zurück kam, er habe eine knöcherne Hand im Gras gesehen, da liege eine Leiche.

Zum Glück war es nur ein Kabel, aber ein ferner flüchtiger Blick kann schon zu Verwechslungen führen:

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Kurz bevor der Rest der Familie in Torfhaus ankam, waren wir schon da und konnten uns mit einem Eis und einem Blick zurück auf den Brocken, von dem wir gekommen waren, belohnen:

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