Montag, 17. September 2012

Liebe Lehrer,

mir sind schon wieder zwei Elternzettel ins Haus geflattert, in denen der Satz oder so ähnlich stand: "um es für Ihre Kinder zu einem unvergeßlichen Ereignis zu machen, ist es erforderlich, daß möglichst viele Eltern..." und anstelle der Punkte kann man beliebig einsetzen: Fahrdienst machen, Kuchen backen, Aufbauen, Abbauen, bei xy helfen, Salate kreieren usw usf.

Liebe Lehrer, damit wir Eltern zusammen mit unseren eigenen Kindern möglichst viele unvergessliche Erlebnisse und Ereignisse schaffen können, ist es erforderlich, daß möglichst wenig elterliche Kraftresourcen von den Schulen verbraucht werden.

Bitte, liebe Lehrer, schafft unvergessliche Momente, aber ohne uns Eltern zu verpflichten.

Wir haben Bundesjugendspiele gehabt, nie war ein Elternteil dabei.
Wieso ist das heute nicht mehr möglich. Wieso können heute Kinder nicht mehr einen 5 km Lauf machen, ohne daß mindestens 20 Eltern an der Strecke stehen und Getränke verteilen. Wir leben hier an der kühleren Nordseeküste, nicht in der Wüste. Die Strecke kann man einfach laufen, ohne zu trinken. Im Ziel wäre ein Angebot nett.

Meine Mutter hat in den 26 Jahren, die mein Bruder und ich zusammengerechnet in der Schule waren, nicht einen Kuchen für die Schule gebacken. Ist es wirklich erforderlich vor JEDEN Ferien ein gemeinsames Frühstück mit der ganzen Schule einzunehmen, das wir Eltern bezahlen und aufbauen, abbauen usw? Ist das nicht eine Inflation der Ereignisse?

Warum müssen Kunstwerke, die die Kinder in der Kunstwerkstatt (für Extrageld) schaffen, ausgestellt werden und wir Eltern sollen die Ausstellung besuchen. Kunst in der Grundschule ist bis auf seltene Fälle bestenfalls niedlich, aber KEINE Kunst. Reicht es nicht, daß die Werke in den Klassenzimmern, Schaukästen und Schulfluren ausgestellt werden? Müssen sie; wie immer betont wird, wie die großen Künstler eine eigene Ausstellung angedient bekommen? Kriegen die Kinder nicht eine überzogene Vorstellung von ihren eigenen Fähigkeiten?

Wie sollen Kinder den Wert einer Marathonfinisher Medaille verstehen lernen, wenn sie nach einem 200m Bambinilauf lediglich dafür, in die richtige Richtung gelaufen zu sein, die gleiche Auszeichnung bekommen?

Bitte nicht falsch verstehen. Kinder brauchen Lob und sollen es auch haben. Sie brauchen Unterstützung und Anerkennung und viele positive Erfahrungen. Das ist wirklich wichtig. Aber Kindern eine Überschätzung ihrer Leistungsfähigkeit bewußt beizubringen, halte ich für sehr gefährlich.

Liebe Lehrer, der Schuljahresanfang hat uns kinderreichere Familien ca 700 € gekostet. Darin sind die Leihgebühren für die Schulbücher enthalten. Diese Summe brachten viele Familien gestern nach dem Gottesdienst ins Spiel.

 Daher wären wir dankbar, und da muß ich meine Bitte von oben erweitern, wenn in der Schule unvergessliche Momente geschaffen werden, ohne über unseren elterlichen Einsatz und unser Geld all zu großzügig zu verfügen.

Und ganz zum Schluß möchte ich noch anfügen, daß viele der Eltern, mit denen ich gesprochen habe, für eine dauerhafte Durchführung des Projektes "Schmu" in der Schule sind.

SCHMU steht für SCHüler Machen Unterricht - mit möglichst unvergesslichen Lernergebnissen ;-)



Kommentare:

  1. Das liebe Thema Schule,ich glaube da könnte man unendlioch diskutieren.
    LG
    Nicole

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    1. Wir müssen es mal schaffen uns zu treffen und es direkt machen ;-)

      Liebe Grüße

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  2. Ich kann fast alles unterschreiben.
    Und fand es jetzt sooo herrlich zu lesen!!!
    *kicher*
    Liebe Grüsse
    Conny

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  3. Tja, immer das gleiche Thema. Aber es gibt ja auch viele Eltern, die es den Lehrern nicht leicht machen und immer neue "Superlative"-Veranstaltungen von den Schulen erwarten. Ein Thema, zu dem sicherlich gaaaanz viel geschrieben werden kann.

    Liebe Grüße,

    Martina

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    1. Ja, die gibt es und es sind meist die "EinkindnurMütter". Das ist nicht abfällig gemeint, aber wenn die das verlangen, sollen sie es auch leisten und nicht dann lamentieren, daß immer nur die selben Eltern usw... aber diese Litanei kennt ja auch jeder.

      Liebe Grüße

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  4. Dein Beitrag zur Schule ist sehr gut. - Allerdings könnte ich ihn auf alle
    Bereiche unseres Lebens übertragen. Wir stehen hilflos da.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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    1. Ja, vielleicht sind wir hilflos, aber ich habe hier den Eindruck, daß die Lehrer und Schulen Elternanforderungen gerecht werden wollen und daher groß auffahren, obwohl es vielleicht die Mehrheit gar nicht so will.

      Dieses alles muß größer besser schöner in der Schule sein, ist weit verbreitet und soll auch Schüler an die Schule binden. Gerade hier, demographisch bedingt, ist das ein großes Argument.

      Liebe Grüße

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  5. Jepp, kann ich so unterschreiben. Und gerade bin ich wieder sehr genervt. Kindergarten kostet Geld und Zeit. Schule hat so viel Geld gekostet und dann die tausend "Pflichttermine". Aber ich lerne gerade bei einer ebenfalls kinderreichen Freundin. Sie diskutiert das nämlich gerne mal mit den verantwortlichen durch. Ich beginne nun auch damit. Mache darauf aufmerksam, das es noch Großfamilien gibt, die einfach andere Bedürfnisse haben. Man muss wohl darüber sprechen, sonst sieht es keiner.

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Mein Mann will es ausdrucken und morgen beim Elternabend der Lehrerin so unter der Überschrift "Hilfeschrei einer Großfamilie" in die Hand drücken.

      Daß die Einlings- und Erstlingsschulkindereltern diesbezüglich weniger Probleme haben sowohl von der Zeit als auch von dem Geld, ist mir klar. Aber wir müssen unsere Bedürfnisse auch zum Ausdruck bringen.

      Liebe Grüße

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  6. Dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Als auch Mutter einer Großfamilie
    sieht man die Dinge allerdings wesentlich anders, als 1-Kind-Familien.
    Liebe Grüße
    Ursula

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    1. Ja klar, mit nur einem Kind ist das alles einfacher. Aber wenn es dann nicht um 2-3 Weihnachtsfeiern fürs Kind geht, sondern um 8-12 oder das Weihnachtsmärchen nicht 12 sondern 48 € kostet, macht es sich schon bemerkbar. Oder 4 aufeinanderfolgende Schulfeste machen viel weniger Spaß als eines.

      Liebe Grüße

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  7. Ich würde Euch das Ausgedruckte sofort unterschreiben! Als meine drei Grossen klein waren ist es noch nicht so schlimm gewesen.
    Ich wünsche Euch viel Kraft und immerwieder Zeit zum durchschnaufen
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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    1. Ist da tatsächlich immer noch eine Entwicklung in diese eine Richtung, daß immer mehr angeboten und damit auch verlangt wird?

      Liebe Grüße

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  8. Hallo,

    das ist mir so aus der Seele gesprochen.
    Es wird auch nicht verstanden, wenn man sagt, "das ist mir zuviel"- weil es ist ja für die KInder..wie kann das zuviel sein. Aber jedes KInd möchte seinen Anteil und der Alltag verschlingt mich schon oft genug.

    wirklich super geschrieben

    viele Grüße
    Katharina

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    1. Danke Dir, es tut gut zulesen, daß es auch anderen so geht.

      Liebe Grüße

      PS das mit der Lehrmittelfreiheit ist genial.

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  9. Eins muss ich noch anfügen- wir wohnen ja in Sachsen..und seit diesem Schuljahr bezahlt der Freistaat die Schulbücher und Arbeitshefte...das
    finde ich super und das muss auch mal positiv erwähnt werden.

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  10. ich hab nur noch ein Kind und das noch im Kindergarten zu dessen Veranstaltungen ich kommen und beitragen muss.
    Und trotzdem kann ich es schon aus Prinzip nicht leiden wenn die Mitarbeit quasie erzwungen wird.
    Es kann nicht sein, das immer größere und immer aufwendigere Ereignisse geplant werden, die die Schule/Kiga gar nicht schafft.
    Ich darf gefragt werden ob ich helfen könnte, aber es darf auf keinen Fall vorausgesetzt werden und dann noch mit dem Druckmittel Kind

    LG Beatrice

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    1. Genau - esist doch für die Kinder... und dieser damit ausgeübte Zwang sind so "hinterhältig" ;-)

      Liebe Grüße

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  11. ich bin lehrerin und mutter von fünf kindern und ich kann dich komplett verstehen. so geht das nicht und so soll es auch nicht sein - ich selber könnte mich nicht so einbringen wie es von euch verlangt wird und würde dies auch nicht von "meinen" eltern verlangen. geht gar nicht!

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    1. Danke Dir für Deine unterstützende Meinung aus beide Blickrichtungen.

      Irgendwie geht es mir schon besser damit, wenn ich hier Rückendeckung bekomme, auch nein zu sagen.

      Liebe Grüße

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  12. Du sprichst mir aus der Seele.
    Es wird auch immer vergessen, dass es Eltern gibt, die berufstätig sind und sich nicht sechs Wochen am Stück jeden Mittwoch für das Fahrradtraining oder mal eben für einen Tag der offenen Tür freinehmen können.
    Immer wenn es darum geht, wer hilft, und ich ablehnen muss, weil ich nun mal vormittags arbeite, werde ich schräg angesehen.
    Ich kann das Geschriebene von Dir in allen Punkten vollstens unterschreiben.
    GLG Bine

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    1. Ich wiederhole mich hier, aber es tut soo gut zu lesen, daß es anderen auch so geht und sie diesen Druck auch spüren.

      Liebe Grüße

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  13. Auch wenn ich "nur" zwei Kinder habe, kann ich dem nur zustimmen, es geht mir wirklich auf die Nerven dass jedes Schuljahr erneut um mehr, mehr, mehr Elternbeteiligung gebeten wird. Ich bin der Meinung, dass Eltern hauptsächlich gute Eltern sein sollten und dazu gehört meiner Meinung nach auch unbedingt eine gewisser Abstand zur Schule.

    Und es ist ja wie immer, die Eltern bei denen es wirklich wünschenwert wäre, sie würden sich mal ein bisschen für die Schule ihrer Kinder interessieren (und sie z.B. dort abholen und nicht mehrfach vergessen, oder nicht erst nach der Nichtversetzung das Gespräch mit den Lehrern suchen...), die sieht man bei solchen Veranstaltungen sowieso nicht.

    Mir ging das aber schon im Kindergarten auf den Keks, ständig dieses Präsentieren.

    Umgekehrt haben manche Eltern auch unendlich überzogene Ansprüche. Wirklich, manche würden bis zum Abi ihren KIndern am liebsten im Unterricht und in den Pausen auf dem Schoß sitzen und sind sich nicht zu schade, die Lehrkraft beim Einkaufen über ihr Kind auszuhorchen und das pädagogische Konzept zu durchleuchten. Komisch, das sind aber auch selten die, die Kuchen backen.

    (ich hatte einen anstrengenden Tag. Pardon).
    Grüße

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    1. Ohja, Eltern gibt es aller Arten und irgendwie auf allen Schulen immer wieder die gleichen Typen.

      Wir haben in der Grundschule Mütter gehabt, die morgens nicht mit dem Kind aufgestanden sind und Mütter, die nur mit körperlicher Gewalt zu Stundenbeginn aus dem Klassenraum herausoperiert werden mußten.

      Und so geht es weiter, einige brauchen die Krabbelgruppe bis zum Abi andere weniger, sind dann aber nicht als schlechtere Eltern einzustufen.

      Danke für Dein Verständnis.

      Liebe Grüße

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  14. oh ich warte schon auf diese briefe und bekomm dabei auch immer nen hals aber wenn dan jannik kommt und doch das und dies und das ich quetsch es immer noch irgendwie in den alltag mit rein...

    aber du hast recht damals wurde auch nichts getan und gemacht da haben die schulen das immer sehr gut alleine hinbekommen und heutzutage kopfschüttel

    wünsce dir einen wunderschönen rest mittwoch

    lg jenny und co.

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    1. Ich will damit auch nicht sagen, daß ich gar nichts mache. Ich arbeite sogar gerne bei einigen Sachen mit und ab und an macht Kuchen backen ja auch Spaß. Aber hier ist es schon so, daß meine Kinder fragen, wenn es nach Kuchen riecht, oh welche Schule hat heute Veranstaltung. Ich backe also nur noch für Schulen.

      Es ist einfach zu viel und zu viel Zwang.

      Liebe Grüße

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  15. Also diesen Post drucke ich mir aus und lese ihn am nächsten Elternabend laut vor! Ich unterschreibe alles!!! Danke.

    lg

    Karin

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    1. Oh dann berichte mal, ob Du Kopfnicken geerntes hast oder von ehrgeizigen Einlingseltern getötet wurdest.

      Liebe Grüße

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    2. Einlingseltern ist gut!!!

      Da fragte doch die Oma!!! einer Einlingsmutter allen Ernstes, warum denn das Kind so wenig Englisch-Vokabeln (Grundschule wohlgemekrt) aufhabe...

      sach mal... gehts noch??? demnächst fangen wir im KiGa an, oder???
      LG

      Andrea

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  16. Toller Post!
    Du hast es wirklich drauf....liest sich genial...
    Spricht mir aus der Seele...
    LG Smilla

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  17. Du triffst es auf den Punkt ... zu 100% ..
    Danke für diesen treffenden Brief

    LG heidi

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  18. Das hat mich vor 25 Jahren schon unendlich abgenervt... diese Selbstverständlichkeit, mit der über meine Freizeit und meine Finanzen verfügt wurde. Ich hab zwar nur einen Sohn, aber ich war immer ganztags berufstätig, und demzufolge leider nicht auf Abruf zur Kinderbelustigung herbeizitierbar. Laternenbasteln, Kastanienbasteln, Weihnachtsschmuckbasteln. Adventsbasar, Weihnachtsfeier, Dreikönige. Karneval (mit Basteln). Ostern (Basteln, Kindergottesdienstkreis)... Und dazwischen meine Mutter, die der Meinung war "für das Kind" könnte ich doch mal... Auf meine Frage, wie sie sich dann vorstellt, dass ich die Sommerferien betreuungsmäßig abdecke, so ohne Urlaubsreste, meinte sie, ich könne mich ja krank melden. Ich glaube nicht, dass sie meinem Vater so etwas zugemutet hätte. Und zur Krönung kamen dann auch noch Lektüren, Klassenfahrten, Markenvorgaben bei Arbeitsmaterialien (ein bestimmter Füller musste es schon sein)... Heute würde ich bei einer PFlegschaftssitzung den ein oder anderen Tisch umkippen.

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  19. Chapeau!!!

    Bin über eine Googlesuche hier gelandet... habe mich erinnert, dass ich schon mal hier war... undbin so durch Deinen Blog gestrollt... sehr schöner interessanter Blog...

    GGGLG

    Andrea

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  20. Ich habe es erlebt in der ersten Einrichtung, wo meine Jungs in Spielgruppen waren. Zu Weihnachten und zum Abschluss sowie zur Faschingsparty hatten sich die Kinder ein Büffet gewünscht statt des normalen Frühstückstages...okay, macht man gern, also hat die Mama einen Käseigel gemacht, der reißend Absatz gefunden hat.

    Und zu den beiden in der Einrichtung durchgeführten Secondhandflohmärkten hat die Mama dann einen Kuchen gestiftet. Macht man ja gern, denn der Erlös der Cafeteria geht an die Spielgruppen und die leisten da wirklich gute Arbeit.

    Fördern und unterstützen können, das ist schon ein gewisser Luxus. Und mit jedem weiteren Kind, das man bekommt, potenzieren sich der Aufwand und die Kosten.

    Tja, das Helfen stört und belastet mich im Moment nicht und darum mache ich es auch gern. Und es füllt das mütterliche Herz auch mit Freude, wenn der Käseigel als Einziges ratzekahl abgeweidet wurde von den Kindern.

    Ich bin in der glücklichen Lage, mir den Luxus des Helfenkönnens leisten zu dürfen.
    Aber ich erlaube mir auch, mal ein Nein auszusprechen, wenn ich nicht in der glücklichen Lage bin.

    So leite ich dieses Jahr nicht das Backen für die Kinder in der Einrichtung, das ich letztes Jahr als Notfallvertretung übernommen hatte. Dieses Jahr habe ich zuviel um die Ohren und noch mehr Stress würde mir schaden und die Kraft für häusliche Aufgaben rauben. Also nein.

    Auch wenn manche enttäuscht sein könnten - soll doch eine der enttäuschten Mütter dieses Jahr den Job machen, dann weiß sie auch, was das für harte Arbeit ist.

    Was mich im letzten Jahr wirklich geärgert hat, war nicht mein Arbeitseinsatz, sondern der Nichteinsatz ausgerechnet jener Nur-Hausfrauen-und-Muttis aus dem angesehensten Stadtviertel, die im schicken Zweitwagen herumfuhren, teure Boutiquenkleidung trugen und zweimal im Jahr in Urlaub fuhren, aber denen das Spendieren einer Packung Käse zu teuer und aufwendig war. Das war schäbig.

    Und dann war da die junge Mutter von 4 Kindern, Leistungsempfängerin, mit Putzstelle als Zusatzverdienst, die sich nachts hingestellt hat und noch Muffins gebacken hat, weil die Liste der eingetragenen Helferinnen so kurz war und sie ihren Beitrag zum Gelingen leisten wollte!

    Das war beschämend.

    Nicht falsch verstehen: Jeder soll so, wie er kann.
    Und wer nicht kann, der muss auch nicht.

    Aber ich finde es ganz daneben, wenn die, die mit Leichtigkeit könnten, einfach nichts machen. Und andere, die es viel mehr anstrengt aufgrund der Einkommens- und Lebenssituation, zusätzlich belastet werden.

    Ich vermisse da eine gewisse Solidarität unter uns Frauen.
    Schade.

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