Dienstag, 21. August 2012

Sommerferien in Bildern...

Nachdem wir gebotoxt haben, ist es wichtig, diese Zeit zur Dehnung zu nutzen. Deswegen ist danach konsequentes Orthesentragen wichtig. So die Theorie. Die Praxis sah so aus: Kurz vor der Reise mit der Lebenshilfe wollte ich noch schnell die Gelenke um 8 Grad in den Orthesen freigeben lassen. So brachte ich sie am Tag vor der Abfahrt zum Orthopädietechniker, konnte sie mir dann auch Abends wieder abholen.

Am Morgen der Reise zog ich sie dann unserem Burschen an und hatte irgendwie das Gefühl da stimme was nicht. Irgendwie war der Ablauf anders. Ich hatte das Gefühl, daß die Verschlüsse sonst anders waren.

Naja, wir mußten auch zeitig los, also habe ich nur irritiert der Kopf geschüttelt und es auf zeitlichen Stress geschoben. Aber kurz bevor wir am Treffpunkt der Reisegruppe ankamen, machte J. mir immer deutlicher, daß er Schmerzen in den Orthesen habe und weigerte sich auch nur wenige Schritte im Zug zu gehen.

Im letzten Zug, nahm ich dann die Beine genauer unter Augenschein und stellte fest, daß man den linken Schaft auf den rechten Fuß montiert hatte (so ist das, wenn man noch schnell was will) und umgekehrt. J. hatte schon richtig schlimme Druckstellen, weil die Schäfte ja völlig falsch gebogen waren.

Also habe ich Schuhe und Orthesen ausgezogen, seinem Begleiter einen größeren Schein in die Hand gedrückt und um ein Schuhsshopping am Urlaubsort gebeten, denn J. hatte eigentlich nur Hausschuhe für "ohne Orthesen" mit.

Soviel zur Praxis des Dehnens.... in diesem konkrenten Fall :-(

Ich hoffe, das hat alles geklappt, gleich kommt er zurück von seiner Lebenshilfereise.

Wir waren in der Zeit in Tirol und haben die Berge ohne Rolli genossen.

Auf diesem Foto könnt Ihr das Dorf Kappl per Pfeil erkennen und wo unsere Ferienwohnung lag:

Kappl 2012

Zwischen Dorf und Fewo lag ein Weg von 1.800 m und über 300 Höhenmeter. Das war was für unsere Flachlandkinder. Zumal mein Mann noch dankend die Abholhilfe vom Bus abgelehnt hatte, weil diese Daten wesentlich unscheinbarer und harmlos wirken, wenn man sie nur auf Papier sieht.

Jetzt mal Kappl/Paznaun/Tirol ohne Pfeile, einfach nur schön:

Kappl 2012

Und mit diesem Blick vom Balkon wurden wir belohnt, wenn wir wieder zur Ferienwohnung aufgestiegen sind:

Kappl 2012

Das Paznaun/Samnaun Gebiet ist international und man kann Grenzwanderungen auf alten Schmugglerpfaden betreiben:

Kappl 2012

Kappl 2012

Wieder tiefer unten im Tal (1800m) in der Schweiz sah es dann schon wieder lieblicher aus verglichen mit den Mondlandschaften oben.

Kappl 2012

Auf dem Märchenpfad kann man die Murmeltierabenteuer erleben. Das haben wir aber gar nicht gebraucht, denn wir haben Unmengen an Murmeltieren mit Babys gesehen. Zu süß.

Kappl 2012

Gut, daß es da Seilbahnen gab...

Kappl 2012

Ein großer Schmugglerschritt:

Kappl 2012

Die andere Möglichkeit zu unserer Ferienwohnung zu kommen, war auf den Berg links oben mit der Seilbahn zu fahren und dann diesen wunderbaren Weg nach unten zu wandern:

Kappl 2012

Dann war man nach ca 55 min direkt an unserer Wohnung. Es war eine witzige Erfahrung für uns nach Gewicht einzukaufen, denn alles mußte ja geschleppt werden.

Entlang des Weges fand sich auch dieses kleine Hotel:

Kappl 2012

Sieht das nicht lauschig aus???

Und so sah unser Feriendomizil aus:

Kappl 2012

Wir hatten die Wohnung in dem Haus in der Mitte mit dem Geranienbewachsenen Balkon.

An der Bielerhöhe haben wir uns nach diesem Bild zu verschiedenen Wanderungen aufgemacht. Ein Teil der Familie hatte entweder Fußschmerzen (Tochter) oder Angst vor steilen Wegen. So machte ich mich alleine mit unserem jüngsten Sohn, der Bergziege, auf den Weg zum Gipfelkreuz.

Ein paar Impressionen vom Weg:

Kappl 2012

Flüssigkeit nachfüllen, denn selbst auf über 2000 m Höhe (hier wohl 2300) war es sehr warm:

Kappl 2012

Kappl 2012

Kappl 2012

Mit diesen Ausblicken wurden wir belohnt:

Kappl 2012

Wußtet Ihr daß die Kuhglocken in Österreich ganz anders klingen als in der Schweiz? Da hat man in Ischgl einen guten Vergleich, denn die eine Seite des Berges liegt in Österreich und die andere Seite in der Schweiz:

Kappl 2012

Und wußtet Ihr, daß norddeutsche schwarzbunte Austauschkühe isoliert werden ;-) ?

Kappl 2012

Sie stand immer ganz alleine und wurde nicht integriert ;-)

Unser Jausenplatz in luftiger Höhe:

Kappl 2012

Kappl 2012

Mit diesem Ausblick:

Kappl 2012

Selbst auf 2700 m Höhe war es noch so heiß, daß dies richtig gut tat:

Kappl 2012

Kappl 2012

Hier haben wir am Abend gerne den Tag ausklingen lassen, um dann nach unten zu unserer Ferienwohnung zu wandern:

Kappl 2012

Mehr berichte ich später mal. Gleich kommt mein Sohn von seiner Reise wieder.


Kommentare:

  1. WIE IM MÄRCHEN; ABER WAHR!

    Einen guten Abend wünscht dir

    Elisabeth

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, teilweise wirklich unglaublich, was die Natur da so einfach hingestellt hat an Schönheiten.

      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Das ist ja ärgerlich mit den Orthesen.Ich hoffe das sie gutes Schuhwerk gefunden haben.
    Euere Urlaubsfotos sind beeindruckend.Als Kind war ich mit meinen Eltern öfter mal in Österreich,ich fand die Berge um uns rum immer sehr interessant.
    Bin gespannt wie der Urlaub von deinem Sohn war.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, lief alles geschmeidig - Orthesen sind wieder heil, alles in Ordnung.


      J. reise war wunderbar.

      Liebe Grüße

      Löschen
  3. Das sind ja super Fotos. Da werd ich gleich in den Urlaub zurück versetzt. Vor Taizé waren wir ja auch in Tirol (plus Abstecher in die Schweiz auf Durchfahrt)
    Wir waren in Imst, das ist nahe dem Pitztal.
    Die Fotos mit dem Wasser- fantastisch.
    Taizé wäre mit Rolli denkbar- aus meiner Laiensicht. Habs bei mir noch ausführlicher beantwortet.

    Ich hoffe, dass euer Großer ohne großes malheur zu euch zurück gekehrt ist...mit Schuhen und ohne großen Nachstress für dich.

    liebe Grüße
    Katharina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Dir- auch für die Taize Infos. Ich werde mal weiter suchen, denn ich denke, das wäre für uns auch eine tolle Sache. Allerdings nicht im Zelt, das kann ich mir mit J. nicht vorstellen, aber vielleicht zählt ja Behinderung wie kleines Kind ;-)

      Liebe Grüße

      Löschen
  4. wunder, wunderschöne bilder sind das!!!!!!!!!!!

    das mit den kuhglocken, das wusste ich nicht :-))

    vielleicht führt euch ja mal ein reiseweg bei uns in r. durch?
    wir würden uns seeeeeeehr freuen, unsere ostseegastgeber mal in natura kennen zu lernen!
    herzlich
    christina
    (ps. bin mit beatrice schon wieder am planen einer gemeinsamen osterferienwoche in heiligenhafen :-) )

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Uns hat es in der Bergen so gut gefallen, aber auch wenn ich schon mit J. im Rolli den Harzgebirgslauf mitgewalkt bin, haben mir die steilen Anstiege da doch den Zahn gezogen, jemals mit J. eine solche Reisen machen zu können. Zumal auch der Nahverkehr so überhaupt nicht auf Rollifahrer eingestellt war. Daher sind wir immer an Reisezeiten von J. gebunden, um so was zu unternehmen. Aber wenn das wieder klappt, würden wir gerne kommen ;-)

      Oder wir müssen Ostern einfach mal an die Ostsee, wenn Ihr Euch verabredet ;-)

      Wir verkaufen gerade einige Wohnungen, die anderen werden ziemlich umrenoviert, es tut sich was da an der Ostsee, die Stege in die See sind fertig und begeistern die Gäste. Ich habe sie auch noch nicht gesehen.

      Liebe Grüße

      Löschen
    2. meinst du diesen steg bei heiligenhafen? wir haben ihn im sommer angeschaut, aber irgendwie gefallen uns die wanderungen entlang der see und des meeres besser :-)
      ich hoffe ja nur, ihr verkauft nicht die grosse wohnung?!
      wenn wir dort ferien machen dürfen , so haben wir immer da gefühl, ihr seid auch noch ein wenig dort anwesend :-)

      herzlich
      christina

      Löschen
    3. also wenn das denn klappen wird in den osterferien, das wäre natürlich eine superidee, wenn ihr dazu kommen könntet!

      Löschen
    4. nene, keine Sorge, die Große bleibt. Die hat jetzt einen neuen Fußboden, neue Betten folgen.
      Die Wohnung im 8. STock mit ähnlichem Blick auch.

      Ja, ich mag die Wanderungen an der Küste lang auch gerne. P. und ich laufen auch öfter nach Burg und fahren mit dem Bus zurück, oder wir holen uns gegenseitig ab und der andere macht den Lauf in die andere Richtung.

      Wir haben auf der Strecke auch schon unsere "Privatstrände", an denen sonst keiner ist.

      Was Ostern angeht, wird das dieses JAhr eher nichts, da haben wir eine größere Reise gebucht, weil es bei uns auch so früh mit den Ferien in dem Jahr ist. Aber in 2014 vielleicht....

      Liebe Grüße

      Löschen
  5. Oh wie wunderschön! Hab eben deine Ferienbilder bestaunt! So vertraut, so – nährend irgendwie... Ich hoffe, ihr könnt noch lange davon zehren.
    Eine gute Woche euch! Herzlich

    Gabriela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Uns hat die Zeit unheimlich viel gegeben. Es war so atemberaubend und so unglaublich anders als hier, daß wir immer nur staunend durch die Welt gelaufen sind. Auch die rein physische Erschöpfung brachte so manches Gedankenkarrussel zum Stillstehen. Ebenso wie das Meer mich immer wieder andächtig macht, so taten es auch die Berge in ihrer stillen Schönheit und Mächtigkeit - und Ewigkeit.

      Liebe Grüße

      Löschen