Dienstag, 6. März 2012

Hüfte, die 3.? - Wenn die Angst ans Herz greift

Treue Leser wissen, daß unser großer Sohn ein Tetraspastiker ist und die klassische HüftumstellungsOP, die fast jeden Spastiker ereilt, in 2008 gemacht bekam. Damals löste sich eine Schraube, oder wurde unter der Op nie richtig befestigt, und der Knochen wuchs nicht richtig zusammen, weder im richtigen Winkel noch mit den richtigen Zellen.

Das Ergebnis sah dann so aus:

röbik

Die ersten Monate konnte er seine Beine gar nicht bewegen (Atrophierung und fast Verhungert auf Station), nach 6 Monaten stellte man dann im Wasser fest, daß die Beine noch zu nutzen sind, man sah die ersten Bewegungen. Nach 14 Monaten konnte er wieder etwas laufen. Nicht so, wie es mal war, aber wir waren wieder zufrieden. Das ging dann ein JAhr und mein Mann und ich sagten uns, wie gut es doch wieder geworden sei, ein Zustand mit dem wir leben können. Keine 3 Tage später sackte das Bein unter meinem Sohn weg und er konnte es nicht nutzen und hatte Schmerzen.

Erneute OP - und Gipszeit und Reha und wieder neu laufen lernen und wieder das Warten auf Knochenzellen, die in diesem so geschundene Knochen nicht so wachsen wollen.

Bis jetzt waren es deswegen 49 stationäre Wochen im KH oder in der Reha.

Wie ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte, daß immer, wenn wir uns zu sehr über den guten Zustand freuen, wieder ein herber Rückschlag kam.

Deswegen haben wir auch immer nur ganz vorsichtig uns gefreut.

Nun habe ich dem Arzt gegenüber ziemlich euphorisch ausgedrückt, wie gut das Laufen nach der letzten OP geworden ist, wie sehr er wieder Muskeln aufgebaut habe, das Schwanken (Duchenne oder Trendlenburg Humpeln) des Oberkörpers aufgrund von Muskelimbalancen weg sei usw.

Und dann gestern Abend: Kind klagt über Hüftschmerzen rechts (bisher war die Problemseite links), läuft kaum, wenn dann nur an Gegenständen und Wänden entlang, sackt rechts ein, oben genanntes Humpeln zu erkennen und heute morgen ist es auch nicht besser.

Ich hoffe, es ist ein banaler Sturz in der Schule schuld und es ist bald wieder besser. Im Moment versuche ich aufkommende Ängste zu unterdrücken und positiv zu denken.


Kommentare:

  1. Das ist bedrückend.
    Ich habe in den letzten Jahren das Drama
    bei euch miterlebt.

    Mit dir und euch hoffe und bete ich.

    Viel Zuversicht wünscht dir
    Elisabeth

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  2. ...ich drück die Daumen, liebe Muschelsucherin, dass es wirklich nur vom Sturz ist...und es schnell wieder besser ist...ohne dass schon wieder eine Behalndlung durch OP notwendig ist...

    lieber Gruß von Birgitt

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  3. Ich hoffe ganz, ganz fest mit Dir....
    Das darf einfach nicht sein, dass etwas Neues dazukommt!
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  4. Nicht schön - ich drücke fest alle Daumen, dass es nur vorübergehend und schnell überstanden und vergessen ist!!!
    Ganz liebe Grüße
    Susanne

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  5. ich verstehe das du Angst hast. Wer hätte das nicht? Und deshalb hoffe ich und drücke nicht nur die Daumen sondern auch die großen Zehen, das es nichts schlimmes ist!

    Alles, alles Gute,

    Karin

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