Mittwoch, 15. Februar 2012

Aufbruch

Diese Fotos sind entstanden, als meine Tochter und ich am Montag nach Hannover aufgebrochen sind.

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Mit Hoffnung und auch ein wenig Furcht sind wir losgefahren.

Begonnen hatte alles im September. Da hatte meine Tochter einen kleinen Unfall beim Spielen bei einer Freundin. Geschoben auf einem Kettcar, rutschte der Fuß vom Pedal, kam auf den Boden auf, wurde überstreckt und vom Kettcar überfahren.

Sofort war auf dem Fußrücken ein Knubbel zu sehen und fühlen, der wie ein Kirschkern unter der Haut wirkte.

Im KH hieß es, es müßte vom Tastbefund knöchern sein, was nach der Rö Aufnahme wieder zurückgenommen wurde. Dort war nichts zu sehen. Wir wurden mit dem Hinweis nach Hause geschickt, es sei ein Überstreckungstrauma mit Bluterguß und das ginge von alleine weg. In der ersten Zeit war der Knubbel meiner Meinung nach auch verschieblich, jetzt ist er das aber nicht mehr.

Tatsächlich wurde der Knubbel etwas kleiner aber auch klarer umrissen, aber ging nicht weg. Töchterlein trug nur noch Gummistiefel, da diese dort nicht drückten, weil sie 2 Nummern zu groß waren.

Bei einer Schuleinweihung habe ich sie in "anständige" Schuhe gezwungen, wonach sie gar nicht mehr schmerzfrei aufen konnte und auch in Ruhe Schmerzen hatte. Und das für mehrere Wochen.

Das zog dann einige Arztbesuche nach sich. Die zwar den Knubbel wahrnahmen, aber entweder der Meinung waren, er könne keine solchen Beschwerden auslösen, oder das Problem wohl sahen, aber eben nichts auf den Ergebnissen der bildgebenden Verfahren. US, MRT und Rö Bild blieben ohne weitere Hinweise.

Der Leidensdruck nahm aber ständig zu, da schmerzfreies Gehen nur noch auf kurzen Strecken möglich war.

Dankenswerterweise hatten wir die Möglichkeit, den Fuß dem Arzt unseres Großen im Annastift zu zeigen. Da ich dort größtes Vertrauen habe und sehr dankbar war, es dort vorstellen zu dürfen, schlich sich auch die Angst ein, wieder mit der Aussage da zu stehen, man könne nichts finden, wieso meine Tochter solche Schmerzen hatte. Wo hätte ich mich dann noch hinwenden können?

Aber es wurde auf einer Rö Aufnahme aus einer anderen Ebene jetzt tatsächlich ein knöcherner Dorn gefunden - es ist also ein Überbein, das sich sehr gut verstecken konnte.

Am Freitag haben wir OP Termin zur Entfernung. Meine Tochter strahlte vor Erleichterung, daß Hilfe naht. Jetzt kommen aber auch ein paar kritsche Fragen und auch Sorgen bezüglich der OP.


Kommentare:

  1. Ach Mensch, dir bleibt ja aber nichts erspart, was? War die OP schon? Alles Gute der Kleinen, hoffentlich wird alles wieder gut!
    Ich finde es schon bedenklich das mehrere Ärzte nichts finden - und dann doch noch einer zum Schluss (gut für euch!). Woran liegt das? Mangelndes Wissen, oder mag keiner mehr genau schauen und überlegen was dahinter stecken kann? Meine über 80jährige Großtante (sonst noch echt fit) hat seit langem Schmerzen im Bein. Manchmal so schlimm, das sie nur bedingt laufen kann. Jeder Arzt meinte eben - das Alter, Athrose. Nun hat man sie doch ins MRT geschoben, (nach mehreren Monaten!)und festegestellt das sie einen eingeklemmten Nerv hat der dafür verantworlich ist. Behandlung: Infusionen (muss sie selber bezahlen)! Wem das nun helfen soll....... Ich hätte da noch mehr Beispiele.Leider.
    Trotzdem, ihr scheint ja nun des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Und ich drücke euch die Daumen. Gruß ans Kind.

    lg

    Karin

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    1. Hi, danke Dir, nein OP ist Freitag. Morgen ist dann die Aufnahme im KH.

      Ich habe eben einen Blick auf die Einweisung geworfen. Ausgestellt vom KiA, der eher ein psychisches Problem vermutete. Bezeichnender Weise ist auch der falsche Fuß benannt - DER hat tatsächlich keine Probleme.

      Liebe Grüße

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  2. ...kein Wunder, dass du keine Zeit mehr zum Bloggen hast...bei noch so einer Odysee von Arzt zu Arzt und mit der Ungewißheit...
    ich wünsche euch alles Gute für die bevorstehende OP und dass damit alles wieder gut wird...

    lieber Gruß von Birgitt

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  3. Ich hoffe, dass dann die Beschwerden ganz schnell wieder komplett verschwinden.
    Liebste Grüße
    Susanne

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    1. Das hoffen wir hier auch - so langsam macht sich nämlich die Schonhaltung auch in anderen Haltungsfehlern bemerkbar.

      Liebe Grüße

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  4. Was ist das nur wieder für eine Geschichte... und dann wird das auch noch als "psychisches Problem" benannt.
    Deine arme Maus hat das ja auch mitgekriegt, dass sie nicht Ernst genommen wurde von den Herrn "Fachleuten". Es tut mir leid, bei Euch sagt auch alles möglich, was man nicht braucht "Hallo, hier bin ich!"
    Ich drück Ihr die Daumen, dass die OP gut verläuft, dass es schnell verheilt, und dass Du noch weiter viele Nerven hast.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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    1. Danke Dir, ich hoffe einfach, daß alles gut wird. Aber bisher haben wir da nur positive Erfahrungen in dem KH machen dürfen. Soll so bleiben ;-)

      Liebe Grüße

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  5. ach die arme! warum kommt es so oft vor, dass die Sorgen der Eltern nicht ernst genug genommen werden? Das kanns ja nicht sein, dass man hier nicht genauer geschaut hat. Zumindest ist jetzt Lösung in Sicht. Ich werde am Freitag fest an euch denken!!! Der Eingriff selbst sollte doch routine sein für den Chirurgen, oder? Die Zeit nachher wird wahrscheinlich anstrengender.....
    Alles gute wünsch ich euch. Und dass es dann endlich mal ruhiger wird.
    ganz liebe Grüsse
    Tanja

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    1. Ich denke, es ist eine ganz einfache OP, es wird ja einfach der überschüssige Knochen weggenommen. Danach ist es eigentlich nur noch eine Fleischwunde, da der Knochen als solches ja heil bleibt - dennoch auf dem Spann natürlich auch schmerzhaft.

      Mal sehen, wie das Laufen dann geht.

      Aber so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.

      Liebe Grüße

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  6. "Alles Gute" für heute... nein, nicht nur für heute. Für jeden Tag! Aber heute wünsch ich der kleinen Maus ganz viel Glück, und dass es schnell verheilt
    Elisabeth

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