Freitag, 30. September 2011

besondere Kinder

Wie ich schon in einem der letzten Postings geschrieben habe, kommt bei besonderen Kindern immer alles zusammen, oder wie meine Sachbearbeiterin bei der Krankenkasse gestern sich am Telefon meldete: Wir können uns derzeit mal wieder eine Standleitung legen lassen.

Ja, genauso ist es.

Als erstes, der Talker kann repariert werden. Die neuen Orthesen sind genehmigt, 3.400 € - mich schauderts immer, wenn ich diese Summen lese. Sie werden gerade mal 10 Monate passen.

Die schlechte Nachricht ist, daß die KK zwar die Hörgerätekosten tragen wird, aber nicht die FM Anlage. Ich habe jetzt noch weitere Gutachten eingereicht und bei Ärzten um Stellungnahme angefragt und die Sachbearbeiterin ist willig, aber die Gutachterkommission hat schon abgelehnt. Es soll jetzt nochmals über einen ärztlichen Dienst überprüft werden.

OK, ich werde mich so schnell nicht geschlagen geben.

In der Schulelternratssitzung wurde mal wieder auf der mangelnden Bereitschaft der Eltern zur Mithilfe rumgeritten. Ich bin der Meinung, daß die Elternmitarbeit auch ziemlich überstrapaziert wird. Meine Eltern haben nie in der Schule irgendwas mithelfen müssen. Sportfeste gingen ohne Elternbeteiligung, genauso wie das Basteln oder Kochen in der Schule.

Das mag mit einem Kind noch alles zu wuppen sein, wenn aber die Weihnachtszeit aus 3 mal in verschiedenen Schulen Laternelaufen, 3 Nikolausfeiern- Kuchenbacken, 4 mal Nikolausbasteln, 2 mal Weihnachtsbasteln, 3 mal Weihnachtsbacken (teig vorbereiten) und dazu pro Kind noch eine außerschulische Weihnachtsfeier - Kuchenbacken, Schulweihnachtsfrühstück mit Elternmithile usw besteht, dann geht man doch langsam in die Knie.

Heute zB mußte mein 2. Sohn einen Kuchen mit zur Schule bringen, weil jeden Freitag 2 Schüler backen müssen, damit sie es sich in der 5+6 Stunde vor dem Wochenende gemütlich machen können und im Kaffeeklatsch Fremdsprachen lernen. Nicht nur, daß ich den ganzen Kram gekauft habe, ich stand auch beim Backen dabei und mußte ihn heute damit zur Schule fahren, weil ein Transport anders nicht möglich war.

Jetzt stehen auch noch eine Schuleinweihung (Neubau) an, an der wir Eltern auch mitgestalten sollen. Das macht ja auch alles Spaß, ist aber nicht immer alles zu schaffen, wenn da noch andere Kinder, Beruf, Haushalt usw warten.

Was ich eigentlich sagen will ist, daß in der Grundschule mit der Mithilfe der ELtern sehr verschwenderisch umgegangen ist und für das für nicht berufstätige Mütter mit einem oder zwei Kinder sicherlich auch Spaß und Teilhabe bedeutet, artet das doch bei mehr Kindern durchaus in Stress aus und wenn man dann 10 Jahre Kindergarten und schon für alle Kinder zusammengerechnet 18 Schuljahre hinter sich hat, dann ist man diesbezüglich ausgebrannt. Für die weiterführende Schulen bleibt dann meist keine Kraft mehr.

Ich glaube das spiegelt meine Situation gerade wieder:


Freitag, 23. September 2011

Patchworkdecke, Knäckebrotrecycling und einiges andere

Meine Patchworkdecke ist jetzt dahingehend fertig, als daß alle Patches geschnitten, bedruckt und zu Streifen genäht sind...

Hier noch nicht zu Streifen genäht:

Familienpatchworkdecke
Anleitung: http://muschelsucher.blogspot.de/2011/09/familienpatchworkdecke.html
wie die Bilder übertragen werden.


Diese kleinen Minibüchlein haben wir aus dem Mamorierpapier der Kinder gemacht:

Minibuch

Gut weggelegt werden sie zu Weihnachten verschenkt.

Für die Oma zum Geburtstag hat meine Tochter diesen Loopschal und die passende Minibörse genäht:

Loop Schal und Minibörse

Währenddessen habe ich Knäckebrotrecycling betrieben und weich gewordenes Finncrisp im Anschüttwasser eingeweicht und mit verbacken. Das gab dem Hefebrot einen wunderbaren Geschmack (wie Sauerteig) und machte die Krume unglaublich saftig. Also echt ein gelungenes Recycling.

Knäckebrotrecycling

Unser Jüngste ist beim Küstenmarathon (Kinderlauf 1 km, Jungen im Alter 7+ 8) gestartet und hat von 116 Kindern den 14. Platz belegt. Das ist echt eine Leistung, weil er wirklich der Kleinste da war ;-) und mit 7 Jahren auch den jüngeren im Feld angehörte.

Küstenmarathon

Montag, 19. September 2011

Unterstütze Kommunikation - 11. Fachtagung

Manchmal kommt alles anders als man denkt und manchmal entpuppt sich etwas, was auf den ersten Blick nur nervig und negativ wirkt als Glück. So in diesem Fall unser kaputter Talker. So habe ich Kontakt zu der UK Beraterin unseres Sohnes aufgenommen, die für die im Titel erwähnte Fachkonferenz angemeldet war, aber wegen einer Krankheit nicht hingehen konnte. So bin ich dann spontan nach Dortmund gefahren.

Ich hatte die Gelegenheit die Neuerungen auf dem Markt zu sehen, an Workshops teilzunehmen und habe mir die ganze Zeit gewünscht, das doch schon all die Jahre gemacht zu haben.

Ich bin so voller Elan und neuer Ideen wieder nach Hause gekommen.

Insbesondere habe ich gelernt, wie und mit welchen Worten ich im Alltag arbeiten kann, um J. einen möglichst flexiblen Sprachschatz an die Hand zu geben. Dazu habe ich zwei wunderbare Workshops besucht, die genau dieses Thema hatten, was mich die ganze Zeit quälte und wozu ich auch wenig Unterstützung bekam. Jetzt wurden als Handout die 100 ersten flexiblen Worte und auch die verschiedenen Sprachmodule vorgestellt.

Insbesondere die Anleitung wie wir neue Wörter einführen und genau wie bei sprechenden Kindern in der Sprachlernphase anbahnen können, war sehr erhellend.

Leider ist ja der Talker immer noch kaputt, aber ich habe auch kein geeigntes Nachfolgermodell gefunden. Es gibt geniale Geräte von anderen Firmen, leider gefällt mir da die Darstellung der Sprache nicht - zumal ich J. auch nicht zumuten möchte, eine neue Darstellung zu lernen. Die Firma, von der wir die Darstellung der Sprache hat, hat derzeit kein für J. geeignetes Gerät, weil das, was er nutzen könnte zu groß und zu schwer für ein laufendes Kind ist.

So werden wir erst mal reparieren und hoffen, daß der Umbruch auf dem Computermarkt uns auch was in nächster Zukunft bringt.



Freitag, 16. September 2011

Besondere Normalität

 Hier tobt mal wieder die besondere Normalität mut besonderen Kindern. Und da kommt immer alles gehäuft.

Als erstes sind die Orthesen fast zu klein, in die Schuhe hat er sich Löcher gelaufen, aus einem Rad am Rolli schaut die Wolle raus. Also Neuverordnung Orthesen, Reifen neu machen lassen, Schuhe reparieren und neue Schuhe für den Sportunterricht bei der KK beantragen.

Gestern morgen tat es einen lauten Knall und das Gitter des Pflegebettes ist runtergekracht und hat auf dem Weg nach Unten auch den Stecker an der Wand zerlegt.
Zu allem Überfluß gibt jetzt auch der Talker den Geist auf. Der Talker ist alt und ein Wiedereinsatzgerät. Vieles spricht für eine Neuversorgung. Jetzt sollen Gutachten über den Technischen Stand des Talkers und Sinn und Nutzen einer Neuversorgung erstellt werden. Das wird alles dauern.

Ich habe noch weitere Bilder für die Decke bearbeitet:

My creation

Weiter bin ich noch nicht gekommen. Da wir noch Geschenke für die Oma gemacht haben.





Donnerstag, 15. September 2011

Montag, 12. September 2011

Familienpatchworkdecke die 2.

P1030996 So sieht es jetzt nach einem WE Arbeit aus. 2 Transfers fehlen noch. Ich überlege, ob ich 2 weitere Reihen anbaue. Es kommt natürlich noch anderer Stoff drumherum. Soll also so groß werden, wie eine normale Wolldecke. Ich überlege auch, ob ich die Tasche mit den Blümchen rausnehme, wenn auch praktisch für Ipod usw. Mehr habe ich nicht geschafft, weil das noch unsere Aktivitäten am Wochenende waren:



  Unsere Tochter und Besuchsfreundin haben sich in Bodypainting versucht: Marmorieren Wunderschön, oder? Marmorieren

Marmorieren

Marmorieren


Marmorieren


Und dann hatte unser Kleiner Mann sein erstes Punktspiel. Und mit der Nummer 1...


und mit der Nummer 1...




Samstag, 10. September 2011

Familienpatchworkdecke

Irgendwie ist in mir die Idee gereift, meinem Sohn für den nächsten Krankenhausaufenthalt im November eine Familienpatchworkdecke zu nähen, damit er etwas Heimat dort mit hat.

Ich will die wirkliche Idee des Patchworken aufgreifen und habe lauter alte Jeans der Kinder zu Quadraten zerschnitten.

Ebenso habe ich ein altes weißes Bettlaken zerlegt und auf diese Quadrate will ich diese von mir in Gimp bearbeiteten Fotos transferieren.

My creation

Nun habe ich gestern mit den ersten Transfers begonnen.

Man braucht dazu das folgende:

Familienplaid

Stoff, Öko Orangenreiniger von ProWin (in der Tasse), einen spiegelverkehrten Ausdruck der Vorlage aus dem Laserdrucker - ob es mit Tintenstrahldrucker funktioniert weiß ich nicht, Pinsel, Tesa und einen Plastikrakel oder etwas wie eine Kreditkarte

Dann wird der Ausdruck mit der bedruckten Seite auf den Stoff gelegt und mit Tesa fixiert:

Familienplaid

Dann pinselt man etwas von dem ProWin Reiniger auf das Papier:

Familienplaid

Dann mit einem Rakel gut auf den Stoff aufdrücken, als wenn man einen Aufkleber appliziert.

Familienplaid

Und wenn man dann das Papier abzieht sieht es so aus:

Familienplaid

Genau bei diesem Beispiel werde ich das Auge nochmals nacharbeiten. So ist das, wenn man dokumentiert, dann werden auch Fehler mit dokumentiert.

Familienplaid

Familienplaid

Anschließend wird das ganze noch zwischen zwei Tüchern gebügelt, sonst kann man die Bügelunterlage und das Bügeleisen beschmutzen. Damit ist es dann fixiert und gut waschbar.

Heute will ich die anderen Bilder übertragen.

NACHTRAG: Der von mir verwendete Reiniger heißt Ökoorange von ProWin und wird normalerweise wie Tupper verkauft. Man kann ihn aber bei ebay bestellen. Ebenso findet man andere, günstigere Orangenkonzentratreiniger bei ebay, die nach den Inhaltsstoffen genauso funktionieren müßten. Allerdings habe ich da keine Erfahrung. Ich habe die Anleitung in einem US Blog gefunden und die dortige Beschreibung des Reinigungsmittels hatte mich an ProWin erinnert und nur damit habe ich es bisher ausprobiert. Man benötigt sehr wenig für den Transfer und zum Reinigen ist es auch bombastisch.

weiterer Nachtrag: ich habe anderen Orangenreiniger gekauft und damit funktionierte der Tranfer nicht.


Freitag, 9. September 2011

Aus der Hexenküche

Man nehme:

Aus der Hexenküche

und mehrere Kinder, lasse diese das alles in etwa in dieser Form vermischen:

Aus der Hexenküche


und zu Kugeln formen:

Aus der Hexenküche

Dann kommen entweder riesige Badebomben heraus:

Aus der Hexenküche

oder elegante Badeperlen:

Aus der Hexenküche

Jetzt muß das alles nur noch trocknen.

Wie gut, daß ich die Hexenküche schon vor der Nachwuchshexeninvasion zum Backen genutzt habe:

Aus der Hexenküche



Nachtrag - Rezeptur der Badeperlen - kommt aus der Hobbythek:

200 g Natron
100 g Zitronensäure
50 g Speisestärke
5 El Speiseöl
20 Tropfen ätherisches Öl - Duftmarke nach Geschmack - ggf 5 TRopfen mehr, wenn es ein milder Duft ist

Dann mit Lebensmittelfarbe einfärben.

Mit den Händen durchkneten. Wir haben immer die Hände naß gemacht und dann geknetet und so nach und nach dem Pulver eine Konsitenz zum Kneten gegegeben, ohne daß es schön aufschäumt. Dann geformt (man kann dazu auch Eiswürfelformer oder Minibackformen benutzen) und trocknen lassen.



Mittwoch, 7. September 2011

Für den nächsten Kindergeburtstag...

Unwetterwarnung für den ganzen Landkreis

GeZEITen 001

Gut, daß meteorologisch schon Herbst ist, so wartet man nicht mehr auf den Sommer. Wobei Tief Erich echt nervt.

Für Martina - Paderkröte

P1020008

Mit traurigen Grüßen

Dienstag, 6. September 2011

Puh, wo ist die Zeit geblieben...

Ich habe nur aus den ersten Wochen der Sommerferien berichtet. Jetzt soll es hier mal weitergehen.

Die freie evangelische Gemeinde hat hier einen Abenteuerspielplatz vom feinsten aufgebaut. Dort waren unsere Kinder oft, zumal sie dort auch schon seit Jahren im Kindergottesdienst sind.

Wie das alles ausgesehen hat, könnt Ihr hier sehen (ab 8m20s - müßt Ihr einfach etwas nach vorne "Spulen".) Es lohnt sich das mal anzusehen. Denn es ist einfach nur gewaltig, was da aufgezogen wurde und wie großzügig die Sponsoren waren - und am besten all die wunderbaren Mitarbeiter. Ein Glück, daß bei diesen riesigen Projekten nichts schlimmeres als "ein Nagel im Fuß" passiert ist.

Auch in diesen Sommerferien haben wir einen Kurztrip nach Oslo unternommen und dort Rosen niedergelegt:

Trauer in NorwegenTrauer in Norwegen

Mein Mann und ich haben unseren kinderfreien Urlaub sehr genossen, wenn er auch nicht immer so sommerlich war, wie wir uns das gedacht hatte:

Sommerurlaub?

im Sommer

Gipfelstürmer im Sommer

Sommerurlaub?


Und hier überkam uns aufeinmal das unheimliche Gefühl, den Gipfel vielleicht zu verpassen:

und auf einmal kam das Gefühl auf, den Gipfel zu verpassen

Und stellten uns die Frage, ob wir alleine auf dieser Welt sind:

einsam


Aber genug gejammert über den Sommer, denn es konnte auch so aussehen:

Heiterwanger See

Lermoos

Lermoos

Zugspitze

Sommerferien 1000

Dem Großen hat es mit der Lebenshilfereise wieder sehr gut gefallen. Die 3 anderen waren auf Pfadfindertour. Der Sippling hat seine 3 Tages Wanderung ohne Erwachsenenbegleitung geschafft. Da muß die Jugendgruppe alleine 3 Tage mit Zelt auf Wanderschaft gehen und ein Ziel erreichen. Das war ein großes Abenteuer für alle, die unheimlich viel Spaß gemacht hat, ihnen aber auch viel Selbständigkeit und Selbstbewußtsein gab.

Unser Lütter hat als Mitbringsel von der Fahrt Windpocken mitgebracht, denn ein Kind erkrankte dort und die Eltern haben sich geweigert, das Kind abzuholen, obwohl es Windpocken und Läuse gab. So begann bei uns die Schule gleich mit 10 Fehltagen.

Die Schule brachte viele Umstellungen bei uns. Eine Klasse wurde zusammengelegt, eine andere Klasse aufgeteilt und 2 Kinder wechselten die Schule- aber so langsam finden wir wieder unsere Routine und immerhin ist heute der 3. Schultag nach den Ferien, an dem alle Kinder zur Schule sind.

Am Wochenende war das große GeZEITen Festival mit einer Uraufführung von Stockhausen. Dafür probte unser Sohn schon seit Anfang des JAhres. Es war ein tolles Erlebnis. Ein Musikstück für 500 Musiker und Schiffstyphon eines historischen Feuerschiffes, die in Dialog treten. Wird also in keinem Konzertsaal jemals zu hören sein.

Wer einen Eindruck bekommen mag, folge dem Link und stelle den Popupblocker aus:
http://www.ndr.de/mediathek/index.html?media=hallonds5169
Mein Sohn ist der, der das Horn auf dem Kopf hat, um sich gegen den Regen zu schützen...

... jetzt bin ich wieder einigermaßen up to date... und wieder öfter hier - denn ich hatte Computerprobleme und immer noch laufen einige Sachen nicht - zB ein Mailfach usw...