Mittwoch, 23. März 2011

alle Fragen offen

Nichs neues, dennoch oder gerade deswegen hatte ich gestern irgendwie wieder einen Tiefpunkt.

Ich war gestern in der Rehaklinik.

Ich habe die operierende Klinik im Januar so verstanden, daß keine Vollbelastung vor einer erneuten RöKontrolle stattfindenden soll, da der Knochen im Januar noch nicht ausreichend verknöchert war.

Im Februar sollte J. dann auf einmal frei laufen. Ich habe mich an den operierenden Arzt gewendet, der ausdrücklich in der Mail schrieb, KEINE Vollbelastung vor erneuter Röntgenkontrolle.

Daraufhin habe ich mich an die Ärztin in der Rehaklinik gewendet, die mir in einem Telefongespräch (wie immer ohne Zeit) mitteilte, alles geschehe in Absprache mit der operierenden Klinik.

Dennoch lief er in der folgenden Woche frei.

Meine Versuche die Ärztin zu sprechen scheiterten. Was aber an mir liegen soll, da alle anderen Eltern die Ärztin ohne Probleme erreichen.
Dann wurde mir mitgeteilt, dass man nun doch eine RöAufnahme gemacht habe und ich ja telefonisch mitgeteilt hätte, dass ich an einer Begleitung in die Klinik kein Interesse hätte.

Dies ist einfach nicht wahr, da ich auf diese RöAufnahme so scharf wie Nachbars Spitz gewesen bin. Dafür wäre ich die 95 km in die Klinik sogar gelaufen.
Ich weiß nicht, was diese blöde Unterstellung soll.

Daraufhin habe ich mit der Sekretärin einen Termin zum telefonischen Kontakt mit der Ärztin ausgemacht, nachdem sie mir wieder mitgeteilt habe, keine Zeit für ein Gespräch mit mir zu haben.

Dieses vorher als Termin vereinbarte Gespräch leitete sie mit den Worten wieder ein, sie habe keine Zeit. Wir konnten gerade das RöBild besprechen, dann erklärte sie mich am Nachmittag nochmals anzurufen. Was nicht geschah. Am nächsten Tag versuchte ich sie erneut zu erreichen. Was nicht gelang. Man versicherte mir, sie rufe Mittags wieder an, was nicht geschah.

Gestern habe ich sie förmlich in die Ecke gedrängt, damit sie mit mir spricht. Das Gespräch dauerte wahrscheinlich 90 s, 45 s wurden darauf verwendet, mir zu sagen, man habe keine Zeit für mich, meine Bedenken wurden mit einem Augenrollen quittiert und alles sei im Einklang mit der operierenden Klinik und dem Entlassbericht, den ich aber nicht kenne.

So, da stehe ich nun, weiß nicht was ich glauben soll. Bin ohne Kenntnis. Und bin aus Sorge um mein Kind völlig durch den Wind und damit natürlich auch nervig. Das müssen die Ärzte aber abkönnen, denn wir haben schon eine OP hinter uns bei der auch alles schief gegangen ist, was schief gehen konnte. Da ist man nicht mehr so schnell zu beruhigen.

Da ich meine Befürchtung, die mangelnde Verknöcherung könne auch durch zu frühe Vollbelastung gefördert worden sein, hat natürlich auch dazu geführt, dass man ungern mit mir redet. Die Befürchtung nehmen kann mir aber auch keiner.
Ich hätte so gerne Fakten in der Hand. Aber ich bekomme keine.

Kommentare:

  1. Liebe Muschelsucher,

    ich lese Deinen Bericht, höre Ängste, Sorgen und Ärger heraus und weiß doch nicht, was ich dazu denken, sagen, schreiben soll...

    Mist...


    Ich kann deine Wut total verstehen, aber wie und wo kann Euch geholfen werden???

    Es geht ja um euer Kind! Und um das Leben in eurer Familie.

    Ach, ich weiß auch nicht weiter und merke, wie in mir auch die Wut hochsteigt...

    Ich grüß und drück dich mal ganz herzlich!

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  2. Ich bin fassungslos ob soviel Ignoranz.

    Kannst du dich evtl an die Klinikleitung wenden? (gibts dort sowas?)

    sei ganz lieb gegrüßt

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  3. Liebe Muschelsucherin,

    ich würde mich mit Deinem Problem an die Krankenkasse wenden und um Hilfe bitten. Es kann nicht sein, das keine Zeit für ein vernünftiges Gespräch ist und das Du die Unterlagen von Deinem Kind nicht bekommst oder keine Einsicht erhälst. Hatte mal ein ähnliches Problem mit einem Arzt, brauchte für Laura dringend einen Termin zur Besprechung. Ah sie sind kein Privatpatient, dann geht es nicht, wir haben keine Zeit. Habe mich an meine Krankenkasse gewandt und einen Termin direkt für den nächsten Tag beim Arzt bekommen. Die Krankenkasse hat für mich die Sache geklärt. Wünsche Dir viel Erfolg!

    LG Lydia

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  4. Leider kann ich dir keinen Mut zusprechen.
    Ich habe so schreckliche Erfahrungen bei
    Angelas Krankenhausaufenthalten hinter mir,
    dass ich (fast) resigniere.

    Wir haben mehr als 10 offene Fragen, auf die
    wir nie eine Antwort bekommen.

    Etwas soll dich trösten:
    Wir stehen ganz hinter dir.
    Das macht Mut.

    Herzliche Grüße
    Angela und Elisabeth

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  5. Hallo,
    Auch ich kann nicht verstehen daß man dich so ohne infos stehen lässt und vor allem deine Sorgen in dieser Art ignoriert!
    Das macht wütend, traurig, Hilflos!
    Ich wünsche euch von Herzen daß sich alles zum guten wendet!!
    LG
    Conny

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  6. ...unverständlich, wieso deine Befürchtung dazu führt, dass man nicht mehr mit dir redet!
    Gerade dann wäre ein offenes und klärendes Gespräch doch angebracht.

    Ich wünsche dir viel Kraft, damit du weiter dran bleiben kannst, um das Beste für deinen Sohn zu erreichen,

    liebe Grüße von Birgitt

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  7. Das ist nicht zu verstehen. Es tut mir so leid, was da nun schief geht ist unfair. Wird doch ein "Fehler" in der Behandlung versteckt? Auf so Ideen kommt man ja, wenn man nur "keine Zeit" hört....
    Ich wünsche Dir viel Kraft noch weiter "lästig" zu sein und die Fakten anzusprechen. Es geht um Dein Kind und das ist für Dich Dein einzigster J. und nicht ein Kind unter vielen die in der Klinik behandelt werden.
    Liebe Grüsse, und geb die Hoffnung bitte nicht auf.
    Elisabeth

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  8. Ach, das ist doch ein ganz schlechter Witz!
    Wir hatten die letzen Tage ähnliches. Wurden total verunsichert von einer Physio, die meinte, Niklas soll nicht viel stehen um die hüften nicht zu belasten - und wollten dann ein klärendes Gespräch mit dem zuständigen Arzt (der Rehaklinik). Nach VIER Tagen war es denen endlich möglich mit meinem Mann zu sprechen. Im Endefekt viel Lärm um nicht viel. Und ICH soll das jetzt ganz falsch verstanden haben....

    Bleib dran! Es ist doch unverständlich, dass die nicht kapieren, dass man sich hier einfach Zeit nehmen muss für ein Gespräch. Das gehört doch zu deren Job! grrrrrr
    Und ich drück ja noch immer ganz fest die Daumen, dass es doch noch gut verheilt.

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  9. Sammelantwort auf all die lieben Kommentare:

    Danke für Eure Anteilnahme.

    Wahrscheinlich sind es alles Banalitäten für die Ärzte, daß ich hier aber wahnsinnig werde bei dem Gedanken, nochmals operieren lassen zu müssen, kann man vielleicht nicht nachvollziehen, könnte mir aber ggf. die Angst nehmen, wenn man mit mir spräche.

    Zur KK habe ich zum Glück einen guten Kontakt. Von denen bekomme ich auch Infos, wann die Bewilligung ausläuft und ähnliches.

    Dadurch, daß ich all die Fakten nicht kenne und man mir sie auch nicht in die Hand gibt, bin ich so hilflos und nach all den schlechten Erfahrungen von 2008 als man mir ganz zuversichtlich die größten Lügen ins Gesicht gesagt hat (wenn auch an andere Stelle) fällt mir das Vertrauen soo schwer.

    Ich habe jetzt in die Wege geleitet, die Berichte usw auch direkt zu bekommen. Jetzt muß ich noch nach den RöBis fahnden. Meine Kopie der Bilder von Jan habe ich ungesehen in der Rehaklinik abgegeben und die neuen kenn ich nicht.

    Ist ja auch im Medienzeitalter wohl nicht möglich sie mir übers Netz zukommen zu lassen :-(

    Ich denke mit etwas greifbarem würde es mir besser gehen.

    Liebe Grüße

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  10. Das sind wieder Kräfte, die Du nun brauchst. Eigentlich wären diese Kräfte für viele anderen Dinge nötig. Aber es geht wohl nur so. Schrecklich ist das!
    Danke für Deine Zeilen gestern. Schade, dass die Entfernung sooo gross ist. Robert war gestern zu Hause, weil noch nicht ganz fit. Und dann kommt hier ein Elternteil an um mit grossem Geschrei ein Kind abzuholen....der andere Elternteil war morgens schon durch den Wind und bat mich länger zu betreuen, damit Hilfe gesucht wird. Was sagt das Jugendamt: "Ich muss das Kind mitgeben...verheiratet, beide haben Sorgerecht.!
    Das Kind ist nun ganz weit weg gebracht worden, ein Elternteil brach mir hier zusammen, und ich hab mich bis nachts drum gekümmert. Heute morgen war klar wo Kind nun ist....nein, ich durfte gestern Kind nicht hierbehalten, aber nun muss das Gericht eingeschalten werden. Wann sehen sich das Einjährige und das eine Elternteil nun wieder? .... unglaublich, traumatisch für alle! Mittendrin leider Robert und Susanne.
    Ich wünsch mir eine Insel ... ab und zu auch mit Dir .... das wäre schön!
    Denk nicht an 2008, versuche nur nach vorne zu schauen. Es ist schwer, aber renn die Türen ein
    Viel Kraft und Erfolg wünsche ich Dir
    Elisabeth

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