Montag, 27. September 2010

Wochenende und Neuanfang

Ja, fest entschlossen bin ich wieder auf die Beine zu kommen und wieder mehr zu laufen. Meinen Vorsatz habe ich hier niedergeschrieben.

Das Wochenende in Berlin war toll, aber schon etwas traurig den Marathon nur als ZUschauer zu verfolgen.

Ich denke, mehr laufen, täte auch meiner geistigen Gesundheit wieder gut. So war es in der Vergangenheit ja auch.

Aber wie immer ist Berlin eine Reise wert. Am Freitag haben wir die erste Symphonische Nacht der Berliner Philharmoniker im Radialsystem V erlebt.

So war die Ankündigung im Veranstaltungskalender:
Die erste Philharmonische Nacht im RADIALSYSTEM V ist Auftakt einer längerfristigen Kooperation des RADIALSYSTEM V mit den Berliner Philharmonikern. Solisten und Ensembles der Philharmoniker bespielen vom Keller bis zum Dachboden alle Ebenen des Hauses: Bei Konzerten im Liegen, Stehen oder Sitzen wandert das Publikum von einem Konzertraum zum nächsten und lauscht den herausragenden Musikern. Eines der besten Orchester weltweit eröffnet in dieser einzigartigen Nacht völlig neue Perspektiven auf Musik und Musiker. Mit dem Philharmonia Quartett, Venus Ensemble, Philharmonisches Bläserquintett, Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker und anderen.

Und tatsächlich gab es aucg Konzerte im Liegen. Das war wirklich witzig. Mal ganz was anderes.

Mich haben insbesondere die Schlagzeuger beeindruckt, die meist bei en Konzerten eher unbeteiligt rumstehen und ab und an mal mit dem Becken oder der Triangel sich einbringen (scherzhafte Untertreibung), aber was die da auf die Bühne gebracht haben, war einfach nur phantastisch, ja atemberaubend. Wie kann man eine vielstimmige Fuge auf einer Marimba spielen mit jeweils 2 Klöppeln in der Hand.

Einige der Stücke waren sehr modern und gerade ein Streichquartett ließ bei mir immer wieder die Frage aufkommen, ob es wirklich so klingen muß, wie ein Wettstreit, wer zuerst beim Zupfen eine Saite zerreißt.

Ich weiß zu wenig über diese moderne Musik. Aber bei der unreflektierten Frage, gefällt oder gefällt nicht, tendiere ich doch zum letzteren.

Insbesondere die blaue Stunde von Andreas Blau, der Kaffeehausmusik der 20er Jahre auf der Flöte mit Klavierbegleitung spielte, hat mich total begeistert.

Den lustigen Abschluß schon um nach Mitternacht bildeten die Claricats. Ein Klarinettenquartett mit Katzenschwänzen, die richtige Rausschmeißer spielten.

Den Säbeltanz von Katchaturian oder auch den allseits bekannten Sonderzug nach Pankow.

Generell war es einfach ein tolles Erlebnis die Musiker so zum Anfassen zu haben und in einer so ungezwungenen ja ungewöhnlichen Umgebung (altes Wasserwerk direkt an der Spree).

Zwischen den Musikstücken konnte man den lauen Abend an der Spree genießen.

Ich werde später noch weiter berichten...

Donnerstag, 23. September 2010

Es wird Herbst.
Heute ist auch der kalendarische Herbstanfang:
Kalendarisch beziehungsweise astronomisch lässt sich der Zeitpunkt des Herbstanfangs exakt bestimmen, im Jahr 2010 ist es der 23. September um genau 05:09 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit. Es ist der Zeitpunkt des Sekundäräquinoktiums oder auch der September-Tagundnachtgleiche. Die Sonne überquert den Himmelsäquator in Richtung Südhalbkugel

Bei uns steht die Sonne schon ganz schön tief. Nebel zeigt sich am frühen Morgen und es ist noch dunkel, wenn wir aufstehen.

Die Saison geht zu Ende. Heute kamen uns auf dem Schulweg die Wattwagen entgegen. Nein, unser Schulweg verläuft nicht durchs Watt, die Wagen waren auf dem Weg ins Winterlager.

Eine ganze Kolonne von Wattkutschen mit Pferden. Da ist mein Sohn doch fast vor Aufregung vom Fahrrad gefallen.

Mein 2. Sohn hatte gestern sein erstes Tischtennisturnier. Seine Mannschaft hat mit 7 zu 3 verloren. T. hat zu 2 der 3 Punkte mit einem Gewinn im Einzel und einem Gewinn im Doppel beigetragen. Ein Einzel hat er verloren und im weiteren Einzel lag er vorne, das Spiel wurde aber abgebrochen, weil seine Mannschaft eh nicht mehr gewinnen konnte. Für sich gesehen ist er sehr zufrieden.

Dann habe ich mir heute endlich mal die Schülertransportsatzung angesehen und die Anträge auf Kostenerstattung runtergeladen. Da unsere Kinder aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung (Hören) nicht die wohnortsnahe Schule besuchen können (ungünstige räumliche Voraussetzung, Klassenraumumfeldverbesserung vom Schulträger abgelehnt „Sollen die Kinder doch umgeschult werden“), will ich für das vergangene Schuljahr noch die Fahrtkosten erstattet bekommen. Habe gerade gefunden, dass ich das bis 31.10 eingereicht haben muß für das vorangegangene Schuljahr. Bei gutem Wetter versuchen wir das Fahrrad zu nehmen, aber der Winter war so lang und kalt, dass ich einige Monate täglich gefahren bin.
Ich lasse doch beim Kind bei eisigen Temperaturen, starkem Wind und Vereisungen auf der Straße nicht aufs Fahrrad.
Da kommt dann auch was zusammen. In anderen Monaten bin ich nur an 4 Tagen gefahren. Ich komme immerhin auf über 160 € Erstattung, die ich beantragen werde. Eine Schülermonatskarte für die Strecke würde 42,60 € kosten. So kommen sie mit dieser Variante viel günstiger weg. Hoffe nur, dass der Landkreis das auch so sieht.

Gestern waren es noch 8 Wochen bis zur OP. So langsam kann man runterzählen. Habe heute mit der Lebenshilfe telefoniert, ob sie die Möglichkeit haben über die zusätzlichen Betreuungsleistungen mir stundenweise Unterstützung bieten können, denn ich muß ja auch mal einkaufen gehen oder eine Weihnachtsfeier mit den anderen Kindern wahrnehmen. Leider ist dies noch nicht möglich, da die Lebenshilfe hier noch keine Anerkennung hinsichtlich des Leistens der zusätzlichen Betreuungsleistungen hat. Schade. So wird wohl wieder das Geld verfallen – allerdings kann ich es bis zum Juni nächsten Jahres vortragen.

Im Jahr 2005 habe ich von meinem Mann einen Stein zum Geburtstag bekommen. Ein Stein mit meinem Namen.

Die Kulturstiftung Landkreis Osterholz ist seit 1999 Träger des Hoetger-Ensembles in Worpswede. Die Bauwerke des Malers, Architekten und Bildhauers Bernhard Hoetger (1874 - 1949), das „Kaffee Worpswede” (1924) und die „Große Kunstschau” (1927), bilden einen einmaligen Gebäudekomplex im Stil des norddeutschen Expressionismus und das Herzstück der Künstlerkolonie Worpswede. Leider ist die Zeit an diesen Kulturgütern nicht spurlos vorüber gegangen. Um das gesamte Ensemble zu erhalten und als niveauvollen Präsentationsrahmen für Kunst und Kultur fit für die Zukunft zu machen, sind große Anstrengungen nötig. Dafür bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

http://www.kulturstiftung-ohz.de/baustein/bau.html

Mit dem Verkaufserlös aus diesen Steinen wurde dann das obige finanziert.

Heute habe ich einen Brief bekommen, in dem wir zur Einweihung des Brunnens im Park der großen Kunstschau eingeladen werden. Der Brunnen ist von einer Mauer umgeben, die aus all den Namensbausteinen gebaut worden ist.

Vor Ort wird es dann einen Lageplan geben, damit wir auch meinen Stein finden können. Am 2.10. soll es so weit sein. Ich hatte den Stein nach so langer Zeit schon fast wieder vergessen.

Ich werde natürlich Bilder machen und Euch hier zeigen.



Freitag, 17. September 2010

zeitgemäßer Matheunterricht nach der WM

Mit den Zahlen hat mein Sohn in der ersten Klasse dank WM kein Problem. Inzwischen wissen, glaube ich, sogar die Lehrerinnen, daß es das einfachste ist, neben der Zahl auch immer gleich den WM Spieler mit der entspechenden Rückennummer zu nennen, dann wissen zumindest die Jungen in der Klasse, was gemeint ist.

Da aber auch als Ergebnis auf die ersten kleinen Aufgaben mein Sohn keine Zahl, sondern nur den Spielernamen ausspuckt, habe ich mir mal eine Aufstellung besorgt:

1 – Manuel Neuer
2 – Marcell Jansen
3 – Arne Friedrich
4 – Dennis Aogo
5 – Serdar Tasci
6 – Sami Khedira
7 – Bastian Schweinsteiger
8 – Mesut Özil
9 – Stefan Kießling
10 – Lukas Podolski
11 – Miroslav Klose
12 – Tim Wiese
13 – Thomas Müller/ Ballack
14 – Holger Badstuber
15 – Piotr Trochowski
16 – Philipp Lahm
17 – Per Mertesacker
18 – Toni Kroos
19 – Cacau
20 – Jerome Boateng
21 – Marko Marin
22 – Jörg Butt
23 – Mario Gomez

So jetzt bin ich gerüstet ;-)


PS

Ja, mein Sohn hat zu viel Fußball gesehen ;-)

Muschelsucher

Donnerstag, 16. September 2010

Gestern waren es noch 9 Wochen

bis zur erneuten OP. Erneute Hüft OP, weil die linke Seite so überkorrigiert wurde.

Den ganzen Sommer konnte ich es recht gut wegdrücken, aber so langsam rückt es doch näher.

Eben habe ich einen Antrag auf Pflegestufeerhöhung für die Zeit nach der OP gestellt. J. hat "nur" Pflegestufe 2, wird aber für einige Zeit definitiv die Kriterien der Pflegestufe 3 erfüllen.

Mit dem Orthopädiehaus ist schon die Lieferung des Pflegebettes besprochen. Verordnet ist es noch nicht, aber die Lieferung steht. Bin mal gespannt, wer denn letztendlich verordnet.

Suche gerade nach einem großen Airbett, damit wir J. auch in der Wohnung mobil umlagern können und er ua Weihnachten auch im Wohnzimmer sein kann.

Muß einen Termin beim Hausarzt machen, damit er eine Haushaltshilfe für die Zeit verordnen kann, die dann hoffentlich auch bewilligt wird. Ich muß mal einen Plan machen, welche Zeiten wir diese brauchen.

Wie immer kurz vor einer solchen Sache werden orthopädische Hilfsmittel zu klein. Die Orthesen pfeifen auf dem letzten Loch und in dem gerade vergrößerten Rolli sitzt er auf Anschlag und die Beine sind zu lang.

Morgen werden wir verschiedene Hörsysteme testen und dann in der Schule einsetzen... also unsere beiden Jüngsten.

Da hatten wir schon einige Diskussionen hier.

Ich will halt schon eines getestet und ausprobiert haben, bevor wir Ende Oktober wieder in der Pädaudiologie sind.

Außerdem begebe ich mich ungern in eventuelle Genehmigungskämpfe mit der Krankenkasse, wenn ich nicht davon überzeugt bin, das Hilfsmittel muß es sein.

So, ich gehe jetzt singen...

Muschelsucher

Mittwoch, 15. September 2010

Vor der eigenen Tür kehren

mußte ich heute:
Sommerferien 140

Ja, ist denn scho` Weihnachten????

Muschelsucher

Dienstag, 14. September 2010

Die Oma hatte den Kindern zum Schulanfang jedem eine solche Schulbrotbox geschenkt:

Sommerferien 135

In einer der Brotboxen war eine Packung Brot verschimmelt.

Und die Kinder wollten unbedingt den Ernährbären haben. Also hat mein Mann die Coupons ausgeschnitten und eingeschickt und nur vermerkt, daß ein Inhalt trotz MDH Feb.11 verschimmelt war.

Heute kam dann das folgende Paket bei uns an:

Sommerferien 138

Von der Firma mit einer Entschuldigung für die Enttäuschung.

Da haben wir echt gestaunt.

So viel gute Bionahrung wiegt dann den künstlich eingefärbten wenn auch Bio Kuchen vom WE wieder auf:

Sommerferien 134


Muschelsucher

Planungen

Es regnet, alles ist trüb und grau, wahrscheinlich genau das Wetter, um dieses zu schreiben.
Gestern war ich in der Schule, J. abzuholen. Ich habe wirklich schlimme Sachen da über ihn gehört. Wir haben hier zu Hause keine Probleme mit ihm, aber in der Schule ist es seit der letzten OP in 2008 so, dass er über Tische und Bänke geht. Wirklich schlimm. Seitdem ist er faktisch unbeschulbar. Ob er ständig Schmerzen hat, weiß ich nicht.
Ich weiß vor allem nicht, was ich ändern kann.
Nun steht in 2 Monaten ja eh eine neue OP an und danach dann wieder lange Zeit keine Schule, ich denke, bis dahin warten wir ab. Was anderes kann ich jetzt nicht auf die Beine stellen.
Abgeholt habe ich ihn deswegen, weil ich zusammen mit Justus Freund und dessen Mutter ein Wohnangebot in Bremen für junge Erwachsene uns angeschaut haben.
Dieses Wohnangebot hat den Vorteil, dass sie Wohnheime auf einem befriedeten Gelände haben. Alles ist auch für unsere mobiliätseingeschränkten Kinder alleine zu erreichen.
Wohnheim, Therapie, Freizeiteinrichtung, Kiosk, Kirche usw alles ist auf einem großen Gelände, das verkehrsberuhigt ist. Das hatte mir damals so gut gefallen, als wir da zur Reha waren.
Wir konnten zwei Wohnheime ansehen, es waren tolle Zimmer, schöne Gemeinschaftsräume , hat uns sehr gefallen.
Wir werden uns da auf die Warteliste setzen lassen. Alles ist offen, denn die Gruppenzusammensetzungen müssen passen. So bekommen wir auch da keine definitive Zusage.
Aber wir haben mehrere Eisen im Feuer, wenn wir uns verschiedene Einrichtungen ansehen.
Zum Abschluß waren wir noch auf einen kurzen Blick in der Rehaklinik, eben Hallo sagen.


Muschelsucher

Freitag, 10. September 2010

ich packe meinen Koffer, nein, mein Sohn packt (oder so was in der Art)

Mutter – Kind Gespräch, Ein Wörterbuch Sohn-Mutter oder ab wann bekommt man als Mutter mildernde Umstände eingeräumt.

Hintergrund, es geht auf Sippenfahrt. T. hat schulfrei und hat den Vormittag Zeit zu packen. Punkt 14.00 Treffen am Bahnhof. Die anderen Kinder kommen 13.20 nach Hause, Mittagessen und dann muß auch ziemlich gleich und ohne Zeitverzögerung aufgebrochen werden.


Ich: Du mußt Deine Sachen so fertig haben, dass Du nur noch den Rucksack aufsetzt und wir los können. Du mußt dann fertig angezogen sein, Schuhe anhaben und keine Jacke suchen müssen.
T.: Ja, Mama.
Zeit verstreicht.

Ich, als mir Sohn über den Weg läuft: Sind Deine Sachen fertig gepackt.
T: Ja
Ich: So fertig, dass wir direkt los fahren könnten.
T: Ja
Ich: Hast Du Deine Zahnbürste eingepackt.
T: Wollte ich jetzt machen.
Tiefes Einatmen.
Zeit vergeht
Ich: Ist jetzt alles fertig gepackt.
T: Ja
Ich : Auch die Zahnbürste?
T: Ja, auch die Zahnbürste

Ich geh in die Küche, will Kaffee kochen, sehe ich das das Pfadfindergeschirr von T. stehen, welches mit auf Fahrt sollte, aber NICHT eingepackt ist.
Ich, laut und genervt rufend: T! Herkommen.
T: Achja, das wollte ich noch einpacken. - Mama, weißt Du wo mein Schlafsack ist?
Meine Pulsschlagader fängt langsam an sichtbar zu pulsieren.

Zeit vergeht.

T: Mama, ich habe meinen Schlafsack nicht gefunden. Ich habe dann Deinen eingepackt – und Deine Badelatschen.
Ich: Das nächste Mal pack ich Deinen Rucksack und dann kriegst Du nicht nur meinen Schlafsack, sondern auch mein Bikiniunterteil statt Badehose mit.

Zeit vergeht.

T. kommt angeschlendert: Mama, kannst Du an meiner Kluft noch einen Knopf annähen und ein Abzeichen hat sich auch gelöst.

Habt Ihr den hier folgenden Explosionsknall gehört????

Muschelsucher

Donnerstag, 9. September 2010

Herbst?!?

Die Saison neigt sich dem Ende, es ist kühl, regnerisch und grau.

Die Strandkörbe werden schon so langsam zusammengepackt.

Hier warteten sie noch auf die kommende Saison:

Erholungsgebiet







Oslo
So sah es eher heute aus.


Und ist es bald wieder so???

Göteborgfahrt Februar 2010

Irgendwie war der Sommer zwar heiß, aber doch kurz, oder?

Und nein, ich will noch nicht die Heizung anschmeißen. NEIN!

Muschelsucher

Mittwoch, 8. September 2010

Google niemals Diagnosen oder Symptome

Das ist ein eherner Grundsatz seit es Google gibt. Früher hieß es lies niemals medizinische Literatur.

Im Nebensatz erwähnte der HNO gestern, daß er bei meiner Tochter einen Otosklerose Herd sehe. Ich solle das bitte im nächsten Monat bei dem eh schon bestehenden Termin beim Prof. in der Klink abklären lassen.

Sklerose kannte ich nie aus gutem Zusammenhang, daher habe ich doch Google befragt:

Die Otosklerose ist eine Krankheit des Mittelohrs. Sie äußert sich durch eine sich langsam entwickelnde, schubweise auftretende Schwerhörigkeit, die bis zur Taubheit führen kann.

Die Ursache der Otosklerose sind entzündungsähnliche Umbauprozesse des Knochens vor allem im Mittelohr. Es kommt zu einer Fixierung eines Gehörknöchelchens, des sogenannten Steigbügels. Oft besteht bei der Otosklerose gleichzeitig ein Ohrgeräusch (Tinnitus). Erbliche, virusbedingte und hormonelle Einflüsse spielen bei der Entstehung eine Rolle. Die Therapie der Wahl bei der Otosklerose ist eine Operation, bei welcher die Schwingungsfähigkeit der Gehörknöchelchen wieder hergestellt wird.

Später fand ich noch, daß es bei Kinder zwar selten aber meist rasch fortschreitend sei.

Muschelsucher

Dienstag, 7. September 2010

nur einen "wänzigen Schlock"

Mein "Schöler" ist ja noch nicht in der Oberprima, sondern in der QUinta, es wurde auch nicht die alkoholische Gärung durchgenommen und die schöne Oberprima vergiftet, nein es fand nur ein Festempfang zum 200. Jahrestag der Schule statt.

Nach den Reden von ua dem Ministerpräsidenten gab es dann Sekt, Organgensaft und etwas, was mein Schöler als Orangensaftschorle definierte und davon erstmal 3 Glas (waren ja so klein) gegen den Durst trank, bis er merkte, daß die Schorle "anders" schmeckte.

So kam er leicht angeschickert gestern Abend aus der höheren Lehranstalt nach Hause.

Und ausgerechnet heute früh haben wir einen Termin zur Blutabnahme.

Ich kann mir das Ergebnis schon vorstellen. "Frau Muschelsucher, Ihr Sohn hat keine Allergie aber ein Alkoholproblem."

In der neu renovierten Aula fand gestern der Empfang statt. Vor gar nicht langer Zeit hat sich die Aula ein Stockwerk nach unten in die darunter befindlichen Musikräume ergossen, als die Decken eingebrochen sind.

Hätte man das nicht besser so lassen sollen, um vor dem Ministerpräsidenten auf die Probleme mit den Schulbauten mal anschaulich zu demonstrieren, anstatt eine neue, auch von vielen Spendengeldern renovierte, schicke Aula zu zeigen?

Immerhin sind kurz vor Erreichen der 200 Jahre die Abortschilder abgeschraubt worden.

Muschelsucher

Montag, 6. September 2010

ich fürchte

ich habe am Wochenende einen Mann von der Arbeiterwohlfahrt geschockt. Besser wir.

Wir hatten am WE ein Stadtfest und 3 meiner Kinder waren da eingespannt mit den Pfadfindern. Mit J. und seinem Freund samt Mutter sind wir dann über das Fest geschlendert.

Ein eifriger Herr der Arbeiter Wohlfahrt kam auf uns zugestürzt, uns "verhärmte alte Mütter" - so kamen wir uns vor ;-) mit 2 Kindern im Rehabuggy bzw Rolli, und brachte uns Informationen über Mutter-Kind Kuren.

Wir beide sahen ihn nur entgeistert an und sagten ihm, das sei das letzte, was wir wollten, aber eine gute Kurzzeitbetreuung unserer Kinder übers Wochenende, damit wir im Gegensatz zur MuKi Kur auch tatsächlich mal entspannen können und das machen dürfen, was wir wollen, das wäre eine gute Idee.

Nein, soetwas gäbe es nicht, war die Antwort, aber eine Kur sei doch so schön.

Die Frage kam von uns, ob wir die Kinder nicht alleine auf Kur schicken könnten? Aber dann bitte auch ohne, daß wir zwischendurch antreten müssen, um Wäsche zu waschen oder so? Nein, soetwas gäbe es nicht.

Er konnte einfach nicht verstehen, daß wir die Vorstellung mit anderen Müttern und Kindern in einer Klinik kaserniert zu sein und nach einem fremd vorgegebenen Tagesplan zu leben, so ziemlich dem gleich kam, was wir als unerträglich bezeichnen.

Ich fürchte, eine Welt ist für ihn zusammengebrochen.

Aber Recht hat er ja, viele Mütter sind ja ganz heiß auf diese Erfahrung.


Muschelsucher

Samstag, 4. September 2010

Wochenendspaziergang in Fotos:

Nicht an diesem, sondern noch in den Sommerferien:

Spiegelung
Sommerferien 1115


Alles schräg:
Sommerferien 1120

Einsam:
Sommerferien 1141

Viele:
Sommerferien 1111

Zum verweilen läd es nicht ein:
Sommerferien 1040

Bietet aber einen tollen Blick:
Oslo - Opernhaus

oder auch diesen hier:
Oslo Fjord

Und in die andere Richtung sieht man dann das.... runterspringen möchte ich da nicht:
Sommerferien 1133

Hier würde ich dann schon eher einkehren:
Magasin du nord

Wenn das Kratzen der Nase gegen die Etikette verstößt, sieht das so aus:
Bärenfell, das in der Nase juckt

Ein Ameisengruß aus Kopenhagen an Robert:
Sommerferien 958

Die Skandinavischen Hauptstädte haben viel Wasser:
Sommerferien 934

Sommerferien 1144

Sommerferien 1108

Und einiges Exotisches:
Sommerferien 1048

Schöne Innenhöfe:
Sommerferien 1008

Dramatische Wetterlagen:
Sommerferien 1103


Blumen:
Sommerferien 955

und spätsommerliche Stimmungen:
Sommerferien 972




Muschelsucher

Freitag, 3. September 2010

Betreuung

Mein Mann und ich hatten gedacht, dass Au Pairs aus Osteuropa schon ein wenig gestärkt wären durch das Leben, weil sie schon so manches Mal den Unbillen des Lebens haben trotzen müssen.
Aber es ist doch etwas anders. Gerade im russischen Einflußbereich scheinen Töchter zu kleinen Prinzessinnen erzogen zu werden, denen man unter mütterlicher Selbstaufgabe ein schönes behütetes, unselbständiges Kinderleben ermöglicht, damit sie diese Zeit genießen können und sich dann für Kind und Familie nach der Hochzeit auf gleiche Weise aufgeben müssen.
Das ist jetzt bestimmt keine allgemeingültige Wahrheit, aber unsere Beobachtung bei doch so einigen von unseren Au Pairs.
Die Au Pairs waren in der Regel ziemlich unselbständig, was das Leben anging. Das, was ich jetzt hier schreibe, galt nicht immer für alle im ganzen Umfang, aber in Teilbereichen schon. Sie haben den Umgang mit Geld noch nicht gelernt. So war dann oft viel Monat am Ende des Taschengeldes übrig. Wir hatten auch so einige Diskussionen, da sie meinten 260 € im Monat seien nicht viel Geld. Dennoch muß man ja bedenken, dass dies ja übrig ist, nachdem alles andere bezahlt ist. Also das Zimmer eingerichtet und geheizt, der Computer läuft, das Fahrrad vor der Tür steht, der Kühlschrank gefüllt ist, die Müllgebühr bezahlt ist, das Telefon mit Flat für Deutschland im Zimmer steht, die Waschmaschine die Wäsche gewaschen hat und die Versicherungen natürlich bezahlt wurden usw.
Dies wurde immer wieder dann virulent, wenn sie planten sich durch Arbeit ein Studium in D zu finanzieren und die Fixkosten völlig falsch einschätzten.
Ein Au Pair schloss überall auf der Straße Verträge ab, aus denen wir sie dann immer wieder rausholen musste. Sie war sich gar nicht bewusst, dass Verträge auch bindend sind und welche Verantwortung sie für sich und mit ihrer Unterschrift übernimmt.
Eine andere hat alle Kataloge sich ins Haus kommen lassen. Das war eine Heidenarbeit, die alle wieder abzubestellen.
Was mich immer wieder erstaunte, waren eigentlich diese stark ausgeprägten Empfindlichkeiten, dass es zu warm, zu windig, zu kalt, zu schwül, zu eng, zu weit oder sonst was war. Niemals die Fähigkeit auch mal etwas auszuhalten, was vielleicht nicht so angenehm ist.
Was auch immer schwierig war, war die Vorratshaltung. Bis zum Schluss wurde es mir oft als Bösartigkeit ausgelegt, dass zunächst das verbraucht werden muss, was verdirbt oder das nächste Verfallsdatum hat. Kaum eine hat in dem Jahr einen Blick dafür entwickelt. Manche haben es sogar so verstanden, als wollte ich ihnen vorenthalten, was sie gerne mögen. Dies gerade an den Tagen bevor man in Urlaub fuhr oder in den letzten Tagen des Urlaubs, wenn man im Ferienhaus war, an denen dann einfach die Reste verbraucht werden und nichts neues mehr gekauft oder geöffnet wird.
Wenn man etwas angeboten hat, was „Wegmusste“ zB in obigen Situationen, kam in 10 Jahren Au Pair Gastelterndasein die Unisono Antwort: Nein danke, ich habe satt.
Aber mir wurde gerade erzählt, dass sich das nicht auf die Au Pairs beschränkt, sondern dies bei deutschen jungen Frauen, selbst mit Ausbildung aber noch ohne Familie, nicht viel anders sei.
Das lernt man wahrscheinlich erst, wenn man wirklich mit eigenem Geld für mehrere Personen wirtschaften muss und nicht willens ist, immer wieder viel wegzuschmeißen.
Das ganze hier klingt jetzt wieder nach nur Gejammer. Das ist ja jetzt eine Zusammenfassung von 10 Jahre Erfahrungen. Auch um ein bisschen Darzustellen, dass es nicht nur eine Entlastung ist, ein Au Pair zu haben. Dies kam nämlich häufig aus dem Umfeld. Ja, ihr habt es ja gut, Ihr habt ein Au Pair. Den Preis (nicht finanziell), den man dafür zahlt, wird nicht gesehen.
Meist war das Zusammenleben mit den Au Pairs ja auch nett und anregend, aber nach 10 Jahren waren wir auch erschöpft uns immer wieder auf neue einzustellen.
Wir waren aber auf die Au Pairs angewiesen, weil wir ansonsten die Kinderbetreuung nicht hätten sicherstellen können. Eigentlich hätten wir sie in den letzten 3 Jahren fast nur noch gebraucht, um uns als Ehepaar mal den Rücken für Aktivitäten frei zu halten. Diese sind für uns so wichtig, da wir nur auf diese Weise, zusammen was unternehmen können und ein Ehepaar sein dürfen, was im Alltag mit einem schwerpflegebedürftigen Kind ansonsten zu kurz käme. Nicht umsonst ist die Scheidungsquote bei Eltern behinderter Kinder noch um ein vielfaches höher als bei anderen.
Leider sind unsere Großeltern zu aktiv, als dass sie Zeit finden, unsere Kinder hier von Zeit zu Zeit mal zu hüten. Wäre das anders gewesen, hätten wir wahrscheinlich schon zu der Zeit, in der der Jüngste in den Kindergarten eingetreten ist, kein Au Pair mehr haben müssen und haben wollen.
Mit den Jahren ist es uns auch immer schwerer gefallen, uns erneut wieder auf neue Personen einzustellen. Wir sind sicherlich dadurch auch schlechtere Gasteltern geworden.
Aber trotz aller anfänglichen Schwierigkeiten haben alle gelernt, hier auch mal für 1 oder 2 Tage den Laden in Schwung zu halten, was auch nicht leicht ist, wenn man da nicht so langsam Kind für Kind reinwächst.
Außerdem und das war uns immer das Wichtigste und das Elementarste, und das ist wahrscheinlich die Antwort auf die Frage, warum wir bei dieser Form der Betreuung geblieben sind, dass alle zu den Kindern immer lieb, geduldig und nett waren. Sie waren immer höflich und zuverlässig und haben sich gut um die Kinder gekümmert. Sie waren vor allem zuverlässig da und es kam nicht kurz vorher die Absage, ich habe was anderes vor oder ähnliches.
Damit müssen wir jetzt leben und dieses immer Organisieren mit doppeltem und dreifachem Boden, Bitten und Betteln, das Anbieten des behinderten Kindes wie Sauerbier, kosten unglaublich viel Kraft, so dass man dann schon oft keine Lust oder Energie mehr für die eigentliche Aktion hat, für die man gerne Betreuung genutzt hätte. Und dann kommt der Spruch, sie werden ja größer und selbständiger. Das geht so schnell, da muß man durch, wenn man sich Kinder anschafft.
Ja, stimmt, für gesunde Kinder. Wir sind aber wie in einem Zeitloch des Kleinkinddaseins gefangen. Bei uns wird es in der Gesamtheit nicht selbständiger, eines bleibt immer im Kleinkindstadium, was die Betreuungsbedürftigkeit angeht. Es ist nicht wie bei anderen Eltern ein Zeitabschnitt, der irgendwann mal (vielleicht sogar zu schnell) zu Ende ist. Hier vor Ort wird in den nächsten 8 Jahren wohl kein Wohnheimplatz für unseren Sohn sein. Er ist dann 21 – so lange brauchen wir Betreuung, müssen uns jede freie Zeit, jede Erholung erkaufen.


Muschelsucher

Donnerstag, 2. September 2010

Wenn ein Hippo gar nicht happy ist

Um die Überschrift zu erklären muß ich auf die Osterzeit zurückgreifen. Da gab es Ü Eier mit einem USB Stick in Form eines Happy Hippos. Die haben unsere Kinder ins Osternest gelegt bekommen. So hat jeder auch einen Stick, mit dem er Bilder usw mitnehmen kann.

Nun passierte es diesen Sommer, daß mein Computer von jetzt auf gleich nicht mehr hoch fuhr.

Wie durch einen glücklichen Zufall hatte ich vor dem runterfahren alle Daten gesichert.

Man konnte sich auf den Kopf stellen der Computer war nicht zum Laufen zu bringen. Natürlich waren alle Profis im Urlaub.

Also kaufte ich mir einen neuen Computer, richtete den ein, was ja immer eine blöde Arbeit ist. Bis man dann alles wieder an Treibern, Programmen, Schnellzugriffen usw eingerichtet hat, vergehen Tage.

Nun machten mein Mann und ich am WE eine Radtour und mein Mann sprach, "Du, mein Computer fuhr gestern nicht hoch. Ich dachte erst, ich hätte mir einen Virus von Deinem alten Computer eingefangen, weil ich mir mit dem Happy Hippo Stick Bilder von Deinem Computer auf meinen Rechner geladen habe. Aber als ich den Stick entfernte, fuhr der Rechner ohne Probleme hoch und alles war ok."

Ich bin fast vom Fahrrad gefallen, sah ich doch den Happy Hippo USB STick unschuldig in meinem USB Hub stecken, grad als der Rechner nicht mehr hochfuhr.

Also habe ich den Rechner wieder aus dem Keller geholt und es ohne Stick ausprobiert und siehe da... alles in Ordnung.

Beim "Umzwitschen" von dem neuen auf den wieder alten Rechner sind leider meine Au PAir Geschichten noch nicht übertragen worden.

Daher hier gerade die Unterbrechung... aber es geht weiter.

Muschelsucher

Kurzzeitbehinderte oder Menschen, die unter "nur mal eben" leiden




Das habe ich in einem anderen Blog gefunden:

http://isabella-online.blogspot.com/2010/08/nachdenkliches-zum-thema.html


Muschelsucher