Sonntag, 30. Mai 2010

Mein Grand Prix Boykott ;-) oder es kommt anders....

Ich mag den Grand Prix nicht. Er zeigt nicht, wie eins Europa ist, sondern wie geteilt wir sind. Es entscheidet nicht, wer das beste Lied hat, sondern es wird rein national gewählt. So hat Rußland immer mindestens 90 Punkte sicher aus den Ländern, die sie mal besetzt hatten und noch nicht ganz abgezogen sind oder wohin die meisten Russen ausgewandert sind.

So bekommt ja auch die Türkei immer viele Punkte aus Deutschland.

Dann gibt es da noch die Balkan Connection, während wir da KAFOR Truppen entsenden, geben sie sich gegenseitig die Punkte, weil noch überall Minderheiten wohnen.

Ich wollte also auch diesen Grand Prix ignorieren, um mich nicht zu ärgern, zumal ich Lena in ihrer Art gerne mag.

Kinder spielten lange draußen, mein Mann lief und ich zog mich mit einem Buch aufs Sofa zurück. Irgendwann fing es an zu regnen und die Kinder kamen rein (am WE dürfen sie gerne länger draußen oder auf bleiben).

Mein zweiter Sohn steckte dann den Kopf ins Wohnzimmer und fragte, ob er noch ein wenig Grand Prix sehen könnte. Klar, soll ja Montag kein Außenseiter in der Schule sein, also erlaubte ich es. Er drehte sich um und rief: Wir dürfen Leute!!! Und schon kam die Meute rein, mit Bettdecken, um es sich gemütlich zu machen. Dahinter wurden 2 Schüsseln PopCorn reingetragen und der Jüngste kam mit Brause und Bechern hinein.
Tja, also habe ich mitgeschaut, mitgefiebert und es auch echt genossen.

Vor der Punktevergabe bin ich dann ins Bett gegangen, weil ich mich nicht ärgern wollte. Einen Teil der Kinder mußten wir dann noch ins Bett tragen.

Heute morgen machte ich kurz vor 6 die Augen auf und schaltete das Radio an... erster Satz: Lena gewinnt den Gran Prix!
Mein Mann bestätigte aber, daß es auch diesmal wieder die Russen und Balkan Connection gab - so offensichtlich, daß sogar das Publikum buhte, wenn Rußland Punkte bekam.

Witzig fand ich, daß ich jetzt feststellte, daß ich trotz des letztjährigen -erfolgreichen- Boykotts den norwegischen Siegerbeitrag gut kenne, weil der in der Show auf der Color LIne aufgeführt wird:

Sonntag, 23. Mai 2010

Und der wird bald 13

kaum zu glauben.


Hier ist er mit 3 Jahren bei der Therapie in der Ukraine auf dem Laufband zu sehen:

turnen

Und hier ein paar aktuellere Fotos, allerdings mit Farbspielereien:

Rotgelb

Ansonsten ist sein Laufen wechselhaft. Die letzten Tage ging es schlecht, erklagte über Schmerzen. Wollte gar nicht laufen, fiel viel und stolperte. Heute wiederum ist er gelaufen und hat seine Schwester geschoben. Aber solche guten Tage gibt es immer wieder nach Tagen der Erholung.

Vor 14 Tagen hatte ich im letzten KH um die Übersendung eines Laborberichts angefragt. Leider nichts bekommen. Da ich nicht den Nerv habe, da noch weiter hinterher zu laufen, werde ich wohl einen weiteren Tag in Hannover einplanen müssen, damit eine Blutuntersuchung vorweg gemacht werden kann. Denn irgendwie war es schwierig für J. potentielles Spenderblut zu finden, da irgendetwas "selten" war, ich aber nicht mehr genau weiß was.

Ich habe das ganze nur vage in Erinnerung.



Eben habe ich kleine Kirchküchlein gebacken.

Das war ein nettes schnelles Rezept.

500 g Mehl (VK etwas ausgesiebt), 500 g Quark, 200 g Honig, gute Prise Salz, 2 Pack Backpulver, etwas Walnußöl, 4 Eier und 8 EL Milch verrühren und zum Schluß abgetropfte Kirchen unterrühren/kneten.

Daraus kleine Häufchen formen und auf zwei Backbleche setzen. Bei 180 °C backen für 20 min.

Abgewandelt habe ich das Rezept von hier: http://strickfee-pe.blogspot.com/2010/02/ganz-so.html

Mit Äpfeln will ich das dann im Herbst auch probieren. Aber zur Zeit habe ich eingelegtes Obst, das auch weg muß.

Den Kindern hat es geschmeckt.

Samstag, 22. Mai 2010

Endauswahl der Uhren

Diese 3 Varianten stehen noch im Raum:


Gehäuse dunkel/helhellblau


Gehäuse matt/weiß- blau


Gehäuse glänzend - hellblau dunkelblau

Wobei die Zifferblätter und Gehäuse frei austauschbar sind.
Da timissimo gerade die zweite Uhr zu weniger als dem halben Preis anbietet, wollen wir zwei Mütter, die daran gearbeitet haben, die Uhr recht schnell bestellen.
Und dann fangen wir mit den Arbeitsmaterialien an... und werden dann wahrscheinlich alle Fehler feststellen und im nächsten Jahr an einem neuen Modell arbeiten ;-)
Aber so ist das eben.
Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

Freitag, 21. Mai 2010

besondere Uhr für ein besondere Kind

Also, so könnte das Endprodukt dann mal aussehen:


besondere Uhr für ein besonderes Kind
Jetzt muß ich dabei gehen, die Piktogramme in besserer, deutlicher Qualität einzuarbeiten. Das waren ja bisher eher Arbeitsentwürfe und Diskussionsgrundlagen.
Die Piktogramme kennt J. noch nicht, lernt diese aber immer sehr schnell. Es gibt dazu auch Arbeitsmaterialien, die ich dann bestellen werde.

weitere Uhren

uhrdunkelblau


oder

Uhrbw

oder

Uhrblauweiß

Wobei es hier eher auf die Gestaltung als die schlußendliche Farbgestaltung ankommt.

Zeiteinteilung

J. kann immer noch nicht so richtig die Uhr lesen.

Daher habe ich auf Anregung einer Freundin, eine Uhr mit seinem Tageslauf gestaltet, die ich ihm individuell drucken will.

Das ist der erste Versuch:

Uhr1


Das soll eine Armbanduhr werden.

Als Wanduhr werde ich wohl eine Metalluhr nehmen und die Pictogramme magnetisch laminieren und dann kann die Uhr dem Tagesablauf angeepaßt werden und ist nicht so starr wir eine Armbanduhr, die man ja nicht verändern kann.

Ich werde weiter berichten, wie dieses Projekt vorangeht.

Dienstag, 18. Mai 2010

Kurzferien mit großer Freiheit

sind für meinen Sohn gestern zu Ende gegangen. 4 Tage war seine Pfadfindersippe alleine im Pfadfinderheim - die Stammesführer (also die Erwachsenen) haben nur sporadisch mal reingesehen. Sie haben dort auch große Projekte gebaut. Ein riesiges Katapult, eine Kartoffelkanone und einen Ofen. Alles hat wunderbar funktioniert.


Für mich war das Loslassen des Kindes schwer. Ihn da alleine zu lassen, er mußte auf sich selbst achten, unbehütet von mir.

Ängste habe ich gehabt, kommen die Jugendlichen da alleine klar? Soll ich vielleicht doch noch eben auf dem Rückweg von einem Ausflug wie zufällig vorbeifahren. Nein, ich habe es mir verkniffen. Ich habe einen heilen, glücklichen Jungen wiederbekommen, der sicherlich viel für die Selbständigkeit gelernt hat (Kartoffelkanonen kann man ja immer gebrauchen:-/).

Wir selber haben ein schönes Einweihungsfest des neu renovierten Heimes gefeiert. Mit Stockbrot und Bratwurst und die Mütter haben noch Kuchen mitgebracht.

Heute (Montag) liegt der große Reisende mit Bauchschmerzen auf dem Sofa. Wir alle haben eine Magendarmgrippe von Mann zu Mann in der Familie weitergegeben und ihm als Willkommensgeschenk gereicht.

Ich schreibe gerade früh am Dienstag weiter.

Heute geben sich hier Handwerker die Tür in die Hand, denn die Glasscheibe, durch die J. gefallen ist wird endlich ausgetauscht. Der Schornsteinfeger kommt, da ist das aber nur das jährliche Auslesen der Heizungsanlagen.

Dann kommt noch ein Fußbodenmensch, denn die Versicherung hat die Kostenzusage gegeben, daß wir das durch den Wasserschaden im Januar geschädigte Treppenhaus sanieren dürfen.

Der Lütte hat noch eine Einladung zu einer spielerischen Schulstunde mit der jetzigen 1. Klasse in der Schule bekommen. Bald ist auch er kein Kindergartenkind mehr. Seltsam.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Muttertagsgedanken zum Vatertag

Ich habe hier lange nicht mehr meine Gedanken zu Blog gebracht, oder wie soll man das Schreiben? Zu Papier paßt ja wohl nicht.


Am Muttertag wurde ich von einer aufgeregten Kinderschar bereits vor 7 Uhr mit einem Frühstück am Bett überrascht. Sie waren so aufgeregt, daß sie nicht mehr schlafen konnte. Ich hätte schon noch ein wenig.

J. hat in der Schule eine Karte gebastelt und auch selber einen Text getippt. Ich war sehr stolz - ähnliches hat der Papa heute bekommen.

Meine Tochter hat in der Schule ein Mütterrätselheft gestaltet. Alle Mütter wurden gemalt und eine Personenbeschreibung angefertigt. Man sollte dann raten, wer man denn ist.

Meine Tochter schrieb von mir, ich hätte eine schlanke sportliche Figur. Wenn mich unter der Beschreibung auch sicherlich keiner erkennt, war das ein wunderbares Muttertagsgeschenk.

Später sind wir dann in den Gottesdienst gegangen. Dort war der Abschlußgottesdienst des Bibelunterrichts. Das Thema des Gottesdienstes war Schluß mit derm Schnullerglauben. Zu diesem Thema hatten die Jugendlichen aus dem Bibelunterricht einen Film mit den Kindern aus dem Kindergottesdienst gedreht. Dieser wurde dann vorgeführt.
Die Kinder sollten zum Thema Schnuller interviewt werden. Zunächst versuchten sie vor der Kamera zu fliehen. So sah man sie im "Schnelltempo" durch die Gänge der Gemeinde rennen. J. mittendrin mit dem Rolli. Später wurden sie dann doch erwischt und sollten dann aus dem Stehgreif über ihre Schnullergewohnheiten sprechen und sich irgendeinen Quatsch ausdenken.

Was sagt mein 11 jähriger Sohn in die Kamera:

Ich schnullere nur beim Bierchen mit Horst Köhler. Manchmal kommt noch Guido Westerwelle dazu. Der kriegt dann immer die rosa Schnuller.
Wie kommt man denn bitte aus so was???
Zum Vatertag ist er jetzt nicht da, denn seine Pfadfindersippe ist für 4 Tage im Pfadfinderheim. Am Sonntag werden wir dort die Renovierung feiern und die Kinder wieder einsammeln.

Samstag, 8. Mai 2010

Wenn schon keine Sonne am Himmel zu finden ist,

habe ich sie am Boden gesucht und gefunden:
Aprilmai10 052k1

Daran kann man sich wenigstens etwas wärmen.

Nägel mit Köpfen

Es wurden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Der OP Termin für die intertrochantere valgisierende Ostetomie links (klingt doch interessant, oder?) steht. Es ist auf Buß- und Bettag terminiert.


Ein Bettag wird es bestimmt für uns und ein Betttag damit auch.

Mit der Anmeldung für die stationäre Behandlung kam dann auch irgendwie nochmals alles Hochgekocht und die Ängste zu Tage getreten, daß wir und insbesondere J. alles nochmals mit einem so schweren und unnormalen Rehaverlauf erleben müssen.

Naja, aber das Leben läuft ja auch in anderen Bereichen weiter.

Mein jüngster Sohn hat seine ersten 2 Zähne verloren. Für ihn war es ein Riesenereignis. Die Wackelzähne wurden so lange gepflegt und geschont, bis man sie rauspusten konnte. Mit dem Kindergarten war er auf Freizeit in einem Schullandheim. Somit ist er jetzt innerlich und auch äußerlich zu einem baldigen Schulkind gewachsen.

Meine Schwiegermutter hat sich im Krankenhaus sehr über LaWendulas Vögelchen gefreut. Ein ganz lieber Farbklecks bei diesem derzeigtigen Schmuddelwetter.

Dienstag, 4. Mai 2010

Trampolin

Ich habe eben meinen jüngsten Sohn zum Trampolintraining begleitet. Normalerweise geht er mit seiner größeren Schwester hin. Die hatte heute aber keine Zeit, so bin ich dann los. J. mit Rolli im Schlepptau.

Mit Rolli ankommend wurden wir vom Trainer intensivst beobachtet, ich wollte schon rechtfertigen, daß ich J. nur mitgebacht habe, weil ich zu Hause keine Betreuung hatte, da war schon J. zur Gruppe der motorisch  gestörten Personen auf dem Trampolin eingeladen und sollte auch heute - und gerne auch in Zukunft - in der Kindergruppe mitmachen.

Nun kann er aufgrund der Spastik nicht springen, aber man kann andere ganz tolle Dinge mit ihm machen, was er auch sehr genossen hat.

Das war eine schöne Überraschung für uns alle, daß beide Jungen so viel Spaß hatten.

Allen Übungsleitern mußte ich aber nochmasl versichern, daß unser jüngster Hüpffloh wirklich schon 6 JAhre alt ist - das glaubt wirklich keiner.

Es ist seltsam. Der OP Termin kristalisiert sich immer mehr heraus und irgendwie verliert sich damit auch die Paralyse und der Schock ebbt ein wenig ab. Paradox!
Vielleicht aber auch, weil wir noch etwas Zeit haben.

Sonntag, 2. Mai 2010

Mit Gutem überschüttet

war heute des Predigtthema. Eingeleitet wurde es mit der Frage, ich weiß ja nicht, ob dem jeder hier uneingeschränkt zustimmen kann.


Nein, schrie alles in mir, ich komme mir gerade gar nicht so vor, als sei ich mit Gutem überschüttet.
Erst der Termin in der Pädaudiologie mit nicht so positiven Ergebnissen und dann der Hammer in der Orthopädie mit der erneut notwendigen OP.

Doch als ich dann zur Ruhe kam, fielen mir Kleinigkeiten ein, die ich in meinem Schmerz, meiner Angst kaum wahrgenommen habe.

Ich hatte mit der Leiterin des Kindergottesdienstes gesprochen, was sich bei J. verändert hat. J. soll ja 4 Tage mit auf Freizeit fahren. Sie hat nicht gefragt, können wir es uns zumuten ein pflegebedürftigeres Kind mitzunehmen, sondern hat gefragt, können wir was kaputt machen, können wir ihm weh tun.
Nicht mehr als wir auch und wenn ist es Schicksal, war meine Antwort. Darauf hieß es, warum sollte er dann nicht mitfahren.

Das ist etwas sehr GUTES.
Dann hat mein Sohn sich gestern auffangen wollen, als sein Bein unter ihm wegsackte, er stützte sich an einer Glasscheibe in der Tür ab und durchbrach sie. Nur die Scheibe ist kaputt, das Kind aber heil. Das ist doch auch was Gutes.
Während J. fiel, war ich gerade unterwegs am 1. Mai einen Rolli von unserem Sanihaus abzuholen, damit wir einen in der Wohnung haben und ich nicht zusätzlich zum Kind noch Rolli hoch und runter tragen muß.
Man war am 1. Mai für mich da, hat keine Verordnung oder Genehmigung von der KK abgewartet, sondern unbürokratisch geholfen. Das war auch was Gutes.
Der Arzt, der sofort auf meine angstvolle Anfrage einen Termin für mich hatte, Ärzte die operieren können, KK die bezahlen. Diese Möglichkeiten erscheinen uns in D selbstverständlich - sind sie ja aber lange nicht.
Meine Eltern, die sofort und uneingeschränkt Hilfe zugesichert haben, das ist auch was Gutes.
Meine Schwiegermutter wird im KH wunderbar professionell umsorgt und es geht ihr deutlich besser. Wir müssen uns keine Angst mehr um sie machen. Wieder was Gutes.
So wenig ist das doch gar nicht, oder?

Samstag, 1. Mai 2010

Die Vorgeschichte

Gestern ist J. übrigens wieder vermehrt gelaufen, genau wie der Arzt es nach einer Erholungszeit vorausgesagt hat - leider ändert das am knöchernden Bild gar nichts und sieht nur trügerisch positiv aus.


Jetzt gerade hangelt er sich nur an der Wand lang und kann die Hüfte nicht ausbalancieren.

Ich habe mal meine Fragmente aus dem Tagebuch aus der OP Zeit zusammengestellt. Wenn Ihr mögt könnt Ihr da gerne mal reinlesen, weil es zeigt, woher wir kamen, was wir durchlebt haben und wie es zu dem jetztigen Zustand führte.

Es sind nur Fragmente, Aufzeichnungen für mich, aber ein roter Faden wird erkennbar sein.

Es sind 2 lange Teile. Der Link zur Fortsetzung steht ganz unten im ersten Teil:

Hier klicken!


Nachtrag am Sonntag:


(jetzt nur noch für Freunde sichtbar - bei Interesse gerne bei mir melden, ich will es aber nicht länger generell öffentlich halten)


Ich muß Euch aber warnen... es ist ein Lesemarathon und für Außenstehende wahrscheinlich nur begrenzt interessant. Aber selbst wenn Ihr es nur überfliegt könnte Ihr vielleicht besser ermessen, warum wir hier in leichte Panik verfallen, das alles nocheinmal durchmachen zu müssen.
Da ich einige Bilder eingefügt habe, werde ich den Bericht nur ein paar Tage öffentlich lassen, danach werde ich ihn wieder privat schalten.