Freitag, 26. Februar 2010

Freitagsfüller

Freitagsfüller

1. Saure Gurken __kann ich mit diesem wunden Hals nicht essen, außerdem ißt immer alle mein großer Sohn___ .

2. _Ich liebe__ die olympischen Spiele - wenn vieles auch eine Wetterlotterie ist.

3. Der Schnee ___wäre in Vancouver besser aufgehoben___ .

4. __Chaos nach 3 Krankheitstagen ist_____ in meinem Haus.

5. Es ist 16.45 Uhr, das bedeutet, _Kind muß zum Tischtennis__ .

6. __Richtig gutes Curry___ ist schwer zu finden .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf _mein Bett__ , morgen habe ich _Vorbereitung der Coctails für Goooolgatha__ geplant und Sonntag möchte ich _Coctails mit J für Goooolgatha verkaufen__ !


Quelle

Montag, 22. Februar 2010

Wochenende

unser Wochenende stand gan im Zeichen des 11. Geburtstags von T. Am Samstag haben wir als Familie gefeiert, anschließend war er noch bei den Pfadfindern und beim Heimspiel des hiesigen Basketballvereins (ProA). Dort ist er auch als Geburtstagskind ausgerufen worden und hat ein Geschenk bekommen.... das er sich später dann von den Spielern signieren ließ.

J. hat dem Topspieler noch ein Schweißband "abgequatscht" (in Anführungsstrichen, weil er ja nicht sprechen kann)

Jener Topspieler hat gerade seine australische Familie da, die ich beim Kuchenbedarfseinkauf im Supermarkt getroffen habe und die um Hilfe bei dt. Mehl, Maßen und Backpulver gebeten haben. Die angestrebten Pfannekuchen wollen sie aber erst heute backen, so sagte zumindest die Mutter mir nach dem Spiel

Am Sonntag waren wir dann mit den eingeladenen Kindern im Schwimmbad. dAs war alles sehr entspannt. Man merkt denen die 5. Klasse schon an. Nächsten Freitag habe ich dann eine Horde Kindergartenkinder hier, das wird schon wieder ganz anders.

Wir haben uns im Ausverkauf noch Laufschuhe gekauft und da alle sehr günstig waren, noch ein Paar für T. mitgenommen. Der trägt echt schon Größe 42 in Laufschuhen. Mein Mann hat in den gleichen Schuhen 43. Wo ist mein Baby geblieben, das doch noch faktisch gestern hier im Körbchen lag???

Am Freitag waren wir wieder im Klimahaus, diesmal ohne Rollstuhl und J. ist die ganze Strecke wunderbar gelaufen, sogar den Alpengipfel in derSchweiz hat er erklommen.

Vor genau einem Jahr lag er immer noch mit unklaren Schmerzzuständen auf der Erde und konnte kaum einen Schritt laufen. Das war wirklich schön zu sehen, was doch in diesem Jahr noch gekommen ist, obwohl wir schon alle Hoffnungen aufgegeben haben.

Freitag, 19. Februar 2010

Freitagsfüller

Freitagsfüller

1. Warum müssen wir __immer noch schneeschippen____ .

2. __Schneeschippen und Streuen_____ das ist inzwischen eine Gewohnheit.

3. Unser __Streuen____ erinnert mich daran, dass wir ___neues Streugut brauchen_ .

4. __Kindergeburtstagsvorbereitung ____ so wie ich es immer mache.

5. Wie sollte ich denn wissen, ___daß dieser Winter so lange dauert__ .

6. ___Selber backen ist__ eine preiswerte Lösung .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___Kindergeburtstagsvorbereitung____ , morgen habe ich __Kindergeburtstag mit der Familie___ geplant und Sonntag möchte ich __Kindergeburtstag mit den eingeladenen Kindern feiern___ !

Quelle

Donnerstag, 18. Februar 2010

Arbeitsgemeinschaft Schlafen

Nach den Zeugnisferien hat mein Sohn eine neue Arbeitsgemeinschaft. Wir fragten ihn, an welcher Arbeitsgemeinschaft er denn teilnimmt.

Er schaute erst fragend auf uns und dann auf den Talker, zögerte und sagte dann Arbeitsgemeinschaft Schlafen.

Das hat natürlich gerade bei den anderen Schulkindern zu Lachanfällen geführt.

Aber er war nicht davon abzubringen, er sei in der Arbeitsgemeinschaft Schlafen. Er wurde auch richtig böse, als wir lästerten, was das denn für eine Schule sei.

Im Mitteilungsheft habe ich dann nachgefragt, in welcher AG er denn jetzt sei.

Als Antwort kam Snoezelen. Snoezelen ist eine Phantasieschöpfung aus den beiden Wörtern „snuffelen“ (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“.

Tja da hatte er doch die richtige Antwort gegeben und war an die Grenzen des Talkers gestoßen. (OK, das kann man ja jetzt ändern) Jedenfalls hat er das gesagt, was für ihn es am besten umschrieb ;-)

Lachen mußten wir dann nochmals darüber.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Seelenhygiene

Seelenhygiene soll das Tagebuchschreiben sein. Das habe ich gerade so gelesen. Wie eine Bergwanderung, so wurde es auch verglichen. Zuerst geht man nur durch Gestrüpp und Dickicht und nach einer Weile kann man das ganze Panorama sehen.
Was aber, wenn man vor dem Anblick dieses Panoramas zurückschreckt. Die Schritte heraus aus dem schützenden Sichtwall fürchtet???

Sonntag, 14. Februar 2010

Eine Schneesonnenblume für Mirjam

schneeblume

Heute vor einem Jahr ist Mirjam gestorben. An einer Komplikation bei einer Keuchhusteninfektion. Sie war noch keine 2 Jahre alt.

Traurig habe ich in den letzten Tagen die Erinnerungen an die letztem dramatischen Tage ihres Lebens in diesem Blog verfolgt.

Mitweinend, mitfühlend und doch so außenstehend.

Dennoch fühle ich mich so nah und verbunden.

Denn ich glaube ich habe durch die gleiche Krankheit mein Kind "verloren". Nicht durch die Krankheit als solches, nein dadurch, daß ich verhindern wollte, daß mein Sohn diese Krankheit bekommt.

Der damalige Impfstoff gegen Keuchhusten steht im Verdacht am Tod von 9 Kindern in Österreich ursächlich beteiligt zu sein. Ebenso kam es zu vielen Ausbrüchen von uneinstellbaren Epilepsien im Zusammenhang damit. Auch wir können einen zeitlichen Zusammenhang mit den ersten Anzeichen der Behinderung mit der Impfung darstellen.
Gerade jetzt sind wir aufgefordert worden, uns um die Feststellung als Impfschaden zu bemühen.

Da es hier noch gar keinen einzigen Vorboten eines Frühlingserwachsen gibt, habe ich einfach eine Sonnenblume für Mirjam in den Schnee gesetzt.


Freitag, 12. Februar 2010

Freitagsfüller

Freitagsfüller

1. Heute morgen hatte ich _wie gestern schon Kopfschmerzen____ .

2. _Ich tanze nicht gerne______ könnte ich sofort lostanzen.

3. Eine Vorspeise mit Freunden zu teilen __leitet einen schönen Abend ein________ .

4. ___Andras Petö___ ist jemand, den ich näher kennenlernen möchte.

5. Der Geruch von __der ersten milden Meeresbrise__ erinnert mich an Frühling.

6. ___Weiß ich nicht__________ und das hat alles besser gemacht .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich ________ geplant und Sonntag möchte ich _________ ! Oh geplant habe ich viel.... das Wetter spielt aber nicht mit!

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Mittwoch, 10. Februar 2010

Windpocken

Komisch, wie sich Mann und Frau an das selbe Ereignis untschiedlich erinnern.

Heute kam mein Mann mit der Infos aus dem Kindergarten des Jüngsten, daß dort Windpocken sind. Er stellte gleich die Frage, ob unsere Kinder denn schon Windpocken gehabt haben.

Wie kann er nur die Windpocken vergessen haben???

Ich war hochschwanger mit dem 4. Kind. Es waren nur noch wenige Tage bis zur Entbindung. Außerdem war es der 5. Geburtstag von unserem 2. Kind, der an diesem Tag groß mit einer Kindergruppe gefeiert werden sollte. Ausherechnet an diesem Morgen sah ich dann einige Pusteln bei Kind #1 und #3. Das Geburtstagskind war frei von Pusteln.

So habe ich dann schnell umorganisiert und einen Geburtstag außerhalb des Hauses auf die Beine gestellt und unser Au Pair eingeteilt, kranke Kinder zu hüten. Schwiegermutter konnte nicht zum Helfen kommen, da sie noch keine Windpocken hatte. So bin ich dann ziemlich sehr hochschwanger mit einer Kindergartenkinderhorde in einem Indoorspielplatz gewesen, da mein Mann arbeiten mußte.

Abends bin ich dann aufs Sofa gefallen... aber dann ging das Windpockentheater erst richtig los, denn es war immer wieder vor und Rücksprache mit verschiedenen Ärzten, was man denn mit dem bald zu gebärenden Kind macht. Wie mein Titer sei, ob es nach Hause dürfe usw. Es waren viele spannende Gespräche, viele Entscheidungen ... wie kann man solche Tage vergessen?

Und fragen: Haben unsere Kinder schon Windpocken gehabt???

Dienstag, 9. Februar 2010

FM Anlage die Dritte

Nach 3 Tagen mit der FM Anlage in der Schule ist meine Tochter immer noch begeistert. Die Lehrer spielen mit und wir bekommen eine verlängerte Testzeit, weil ja die erste Woche faktisch wegen Eisglätte keine Schule war.

Erstes Fazit, se will lieber mit als ohne ds Gerät in die Schule gehen.

Gut, ich warte noch Elternsprechtag ab und werde dann zusammen mit dem HNO und dem Phonologen entscheiden.

Leider kann der Schulversuch ja nicht vond er Lehrerin aus dem Mobilen Dienst begleitet werden.

Taihpp

Komische Überschrift, oder?

So muß ich Tape in das Wortvorhersage Lexikon des Talkers einspeichern, damit er Taihpp und nicht Ta Pe sagt- so klingt es ein wenig wie die englische Aussprache von Tape.
Und nicht nach Ta Pe.

Gut, unser Sohnemann wurde gestern mit Kineseo Tape bearbeitet und ihm gefällt es immer wieder gut. Die Aufrichtung in der Wirbelsäule ist dann besser, was auch das Laufen erleichtert.

Allerdings ist mit Laufen zumindest draußen nix. Es ist an vielen Stellen noch glatt und dank des gerade fallenden Schnees ist auch nicht mehr zu sehen, wo es denn glatt ist.

Rolli kann er draußen auch nicht fahren, da die Hände auch in Handschuhen zu schnell kalt werden oder die Handschuhe zum Fahren zu dick sind...und Winterschuhe hat er auch nicht. Ich habe keine gefütterten Orthesenschuhe genommen. Es gibt ja immer nur ein Paar. Da ich nicht mit einem solchen Winter gerechnet habe, habe ich ungefütterte genommen, da die dann auch bis ins Frühjahr zu tragen sind...

Jetzt möchte ich bald mal Frühling!

Sonntag, 7. Februar 2010

Doch immer wieder einen kleinen Schritt voran!

Frühinsbett

Deswegen sitz ich um diese Uhrzeit am Sonntag schon hier ;-)

Es ist erstaunlich, es kommt doch immer wieder noch was neues, eine kleine Entwicklung. Wenn ich jetzt sage, unser Sohn hat Blattsalat gegessen, dann klingt das bestimmt nicht spektakulär, ist es aber doch. Denn bisher hatte er Blattsalat nicht richtig kauen können. Es war eines der wenigen Nahrungsmittel, das er nicht essen konnte, weil die Mundmotorik nicht mitspielte.

Und dann packt er sich doch einfach Eisbergsalat auf sein Brot und beißt rein.

Es sind doch immer wieder noch kleine Schritte.

Kinder haben ja generell die besten Ideen. Unser 2. Sohn hat den Talker vom Großen mit Eisenbahnspielsznen besprochen. Also hat er lauter Bahnhofsdurchsagen, Personenausrufe und (leider) auch Geräusche aufgenommen, die jetzt sehr eifrig beim Legoeisenbahnspiel zum Einsatz kommen.

Ein Spaß für alle Kinder - für die Eltern auch - zumindest wenn die Tür geschlossen ist.

Schreib doch mal wieder

Man sollte wieder viel mehr mit der Hand schreiben, stellte ich heute fest, als ich einen kleinen Notizzettel geschrieben habe und meine eingeschlafene Handschrift bedauernd betrachtete.

Alles ist eben eine Frage der Übung, klar verlernt man das Schreiben nicht, aber es sah fast ungelenk aus.

Also habe ich den Füller rausgekramt ...

Und weil mich das so beschäftigte, habe ich auch noch die Kollage
gebastelt. Draufklicken und Credits sehen ;-)

Schreib doch mal wieder!

Freitag, 5. Februar 2010

FM Anlage in der Schule die Zweite!

Töchterchen war ganz begeistert und die Jungen eher von der Technik angetan, die Möglichkeit über weiter Entfernung hören zu können und ggf. sollte die Lehrerin das Mikro vergessen dem Lehrerzimmer lauschen zu können, war so gut, daß alle es mal ausprobieren wollten.

Sie selber meinte, dem Unterricht so leichter folgen zu können und viel mehr zu verstehen.

Ich versuche die Probezeit nochmals um die Schulausfallszeit wegen Schnee und Glatteis zu verlängern und werde weiter berichten.

Zumindest bin ich erleichtert, daß sie ohne blöde Kommentare davon gekommen ist.

Zur Schule mit FM Anlage

Meine kleine Große geht heute das erste Mal mit der FM Anlage zur Schule. Da sie aufgrund der auditiven Verarbeitungsstörung Stör- und Nutzschall nicht differenzieren kann, soll dieses Gerät diese Differenzierung vornehmen und ihr Gehirn soll lernen, diese Differenzierung selbst vorzunehmen.

Im Feldversuch zu Hause war sie ganz begeistert und man merkte auch, daß fremde Wörter besser ankamen. Heute morgen war dann doch auch das mulmige Gefühl dabei. Sie muß ja der Lehrerin das Mikrophon geben und die Drähte an den Ohren tragen. Die bange Frage: Was werden die Jungs sagen? Bei den Mädchen war sie sich sicher, daß diese das nur nett kommentieren.

Das ganze verlangt eine ganze Portion Selbstbewußtsein von ihr. Ich würde es ihr auch gerne ersparen.

Leider ist gerade jetzt die Lehrerin aus dem mobilen Dienst für hörgeschädigte Kinder bis nach den Osterferien krankgeschrieben und kann diesen Versuch nicht begleiten.

Die Kosten liegen für das Gerät bei über 2000 € und KK Kostenübernahme ist Fehlanzeige. Daher würde ich schon gerne objektiv beurteilt haben, wie sie im Unterricht davon profitiert.

Ich hoffe auch, daß die Lehrer mitspielen und das Mikrophon umhängen. Ich habe von vielen Schülern gehört, daß es an dieser doch so einfachen Mitwirkung scheiterte.

Vielleicht habt Ihr ja ein paar gute Gedanken für mein Töchterlein heute.

Freitagsfüller

Freitagsfüller

1. Anscheinend gibt es eine Art _Wetterentspannung__ .

2. __Unser Sohn wurde im Feburar geboren_____ an einem sonnigen Tag.

3. Das Jahr war bis jetzt ___kalt_______ .

4. ____Es taut_________ ,und das gefällt mir.

5. Zu lange habe ich schon _____gewartet_________ .

6. Ich bin nicht verrückt nach_____Schokolade________ ; nein, das bin ich nicht !

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ____Arbeit_______ , morgen habe ich ___nicht viel_____ geplant und Sonntag möchte ich __nach der Kirche einen langen Lauf machen_______ !

Den wöchentlichen freitagsfüller findet man hier

Donnerstag, 4. Februar 2010

Seelenvögel - der Film

Der Film Seelenvögel läuft demnächst hier im Kino. Ich habe den Flyer mit der Einladung zur Mitgliederversammlung des Kinderhospizvereins bekommen.

Es kling nach einem ergreifenden Film:

Pauline ist 15, schreibt Gedichte und möchte Schauspielerin werden. Der zehnjährige Richard weiß alles über seine Krankheit. Und der sechsjährige Lenni ist der Liebling aller - sein Charme erfüllt jeden Raum.

Alle drei haben Leukämie. Drei Jahre hat der Kameramann und Regisseur Thomas Riedelsheimer die Kinder und ihre Familien begleitet. Entstanden ist ein erschütternder und tief berührender Dokumentarfilm über Krankheit, über den Tod, aber vor allem über das Leben: "Seelenvögel".

"Der schaut einen einfach an"
"Mir haben es die Kinder und die Familien leicht gemacht", sagt Riedelsheimer. "Ein Kind wie Lenni mit seinen sechs Jahren hat einen einfach rein genommen. Der hat einen Raum betreten und er war da. Er war präsent. Da war nicht die Frage von Voyeurismus. Die hat sich gar nicht gestellt. Oder Richard, der diesen unglaublich direkten Blick einfach hat und der das minutenlang auch aushält. Der schaut einen einfach an."

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung
Riedelsheimer Film ist eine behutsame Annährung an eine unvorstellbare Situation. "Ich glaube, die Kamera hat mich geschützt, weil sie mir die Möglichkeit gegeben hat, mich auf meine Professionalität zurückzuziehen und den Film im Auge zu haben und dadurch auch ein Distanzmedium war. So seltsam das klingt, weil durch die Kamera auch diese extreme Nähe in den Bildern ist." Einfühlsam hat Riedelsheimer die Kinder und ihre Familien begleitet und ist mit ihnen durch hoffnungsvolle Momente, aber auch durch Verzweiflung gegangen.

"Die Leukämie ist zurückgekommen"
"Eine Transplantation, das ist mein absolutes Hassthema" sagt Pauline im Film. "Manchmal kann ich es auch so erzählen und so, aber ich weiß nicht. Nur wenn ich gerade in der richtigen Lage dazu bin." Sie hat ein Tagebuch geschrieben. In seinem Film liest der Autor Ausschnitte: "Der Tag ist ganz grau und überall waren Wolken. Ich dachte, es wird nichts sein. Es darf einfach nichts sein. Ich bin gesund. In der Klinik machten die erstmal ein Blutbild. Ich saß mit der Mammi vorm Fenster und guckte hinaus. Ich suchte nach einem Fleck in den Wolken. Wenn ich einen Fleck finden würde, würde alles gut werden. Ich hatte solche Angst. Mein Herz tat weh, so weh. Ich hatte das Gefühl, es würde zerspringen. Die Mammi hielt mich ganz fest im Arm, als die Ärztin kam. Ich wollte es nicht wissen, nein. Aber sie nickte uns zu, ja, leider, die Leukämie ist zurückgekommen."

"Ich wollte mich einfach verabschieden"

"In dem Film wird ja auch gestorben und es kommen auch Bilder von Kindern, die gestorben sind", sagt Riedelsheimer. "Und das war das Schwierigste für mich, weil es für mich eigentlich der größte Moment der Privatheit war und ich auch gemerkt habe, dieses Kind, das kann sich nicht mehr wehren. Und das war etwas, was ich selber nicht beschlossen habe, dass ich das tun will. Ich bin hingegangen ohne Kamera. Ich wollte mich einfach verabschieden. Und letztlich kam es aus den Angehörigen selber - dieses Gefühl. 'Jetzt hast du doch schon so viel gemacht mit unserem Kind. Und sie sieht doch da so friedlich aus und so schön.'"

Ein Geschenk

"Seelenvögel" ist ein tief berührender Film. Und lässt uns an einer Erfahrung teilhaben, von der meisten von uns keinerlei Vorstellung haben. "Das Problem bei all diesen Dingen, die man über Tod erzählen will, ist ja, dass wenn man es verbalisiert, nur platte Weisheiten herauskommen: 'Nutze den Tag!' und all diese Dinge. Ich glaube, es ist einfach ein großer Unterschied, wenn man es selbst erfährt. Und ich habe es durch diese zwei Jahre, die ich gedreht habe und mit den Kindern verbracht habe, erfahren dürfen. Ich schätze es als Geschenk. Und im Film versuche ich wenigstens anteilig ein bisschen davon weiterzugeben. So dass der Zuschauer die Möglichkeit hat, so etwas auch zu erfahren."

Nachdenken über den Tod

Aber am ergreifendsten in diesem Film, sind die Kinder selber. Über den Tod sagt Richard: "Es gibt die Möglichkeit, dass es wie ein ewiger Schlaf ist. Es kann sein, dass es nach der Bibel geht und man irgendwie in so einen Himmel kommt. Wobei ich null Ahnung habe, wie ich mir einen Himmel vorstellen soll. Oder dass man quasi in den Herzen anderer weiterlebt. Wir werden es schon noch früh genug erfahren."

(Autor: Thomas Radigk)


http://www.seelenvögel-der-film.de/