Dienstag, 14. September 2010

Planungen

Es regnet, alles ist trüb und grau, wahrscheinlich genau das Wetter, um dieses zu schreiben.
Gestern war ich in der Schule, J. abzuholen. Ich habe wirklich schlimme Sachen da über ihn gehört. Wir haben hier zu Hause keine Probleme mit ihm, aber in der Schule ist es seit der letzten OP in 2008 so, dass er über Tische und Bänke geht. Wirklich schlimm. Seitdem ist er faktisch unbeschulbar. Ob er ständig Schmerzen hat, weiß ich nicht.
Ich weiß vor allem nicht, was ich ändern kann.
Nun steht in 2 Monaten ja eh eine neue OP an und danach dann wieder lange Zeit keine Schule, ich denke, bis dahin warten wir ab. Was anderes kann ich jetzt nicht auf die Beine stellen.
Abgeholt habe ich ihn deswegen, weil ich zusammen mit Justus Freund und dessen Mutter ein Wohnangebot in Bremen für junge Erwachsene uns angeschaut haben.
Dieses Wohnangebot hat den Vorteil, dass sie Wohnheime auf einem befriedeten Gelände haben. Alles ist auch für unsere mobiliätseingeschränkten Kinder alleine zu erreichen.
Wohnheim, Therapie, Freizeiteinrichtung, Kiosk, Kirche usw alles ist auf einem großen Gelände, das verkehrsberuhigt ist. Das hatte mir damals so gut gefallen, als wir da zur Reha waren.
Wir konnten zwei Wohnheime ansehen, es waren tolle Zimmer, schöne Gemeinschaftsräume , hat uns sehr gefallen.
Wir werden uns da auf die Warteliste setzen lassen. Alles ist offen, denn die Gruppenzusammensetzungen müssen passen. So bekommen wir auch da keine definitive Zusage.
Aber wir haben mehrere Eisen im Feuer, wenn wir uns verschiedene Einrichtungen ansehen.
Zum Abschluß waren wir noch auf einen kurzen Blick in der Rehaklinik, eben Hallo sagen.


Muschelsucher

Kommentare:

  1. Ich stelle es mir schwer vor, diese Zeit zu überstehen, abwartend, hoffend...
    da ist es wohl genau das Richtige sich Einrichtungen anzusehen und nach vorn zu blicken. Klingt schön, wie das dort angelegt ist, sowas gibt es hier in der Nähe leider nicht (und schon mehrfach wäre sowas nötig gewesen für Jugendliche von Arbeit).

    viele Grüße!

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  2. Das ist schon hart, und du kannst dich nur
    mit neuen Planungen ablenken.
    Ich denke an euch, hoffe mit euch.
    Herzliche Grüße
    Elisabeth

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  3. das ist sicher sehr schwierig.
    Auch er hat ja eine schwere Zeit hinter sich. Weißt, ich denk mir machmal, es ist schon viel, was unsere Kinder machmal aushalten müssen...
    ich wünsch euch so sehr, dass das bald ein gutes Ende hat. Was wird den bei der nächsten OP korrigiert?

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