Freitag, 10. September 2010

ich packe meinen Koffer, nein, mein Sohn packt (oder so was in der Art)

Mutter – Kind Gespräch, Ein Wörterbuch Sohn-Mutter oder ab wann bekommt man als Mutter mildernde Umstände eingeräumt.

Hintergrund, es geht auf Sippenfahrt. T. hat schulfrei und hat den Vormittag Zeit zu packen. Punkt 14.00 Treffen am Bahnhof. Die anderen Kinder kommen 13.20 nach Hause, Mittagessen und dann muß auch ziemlich gleich und ohne Zeitverzögerung aufgebrochen werden.


Ich: Du mußt Deine Sachen so fertig haben, dass Du nur noch den Rucksack aufsetzt und wir los können. Du mußt dann fertig angezogen sein, Schuhe anhaben und keine Jacke suchen müssen.
T.: Ja, Mama.
Zeit verstreicht.

Ich, als mir Sohn über den Weg läuft: Sind Deine Sachen fertig gepackt.
T: Ja
Ich: So fertig, dass wir direkt los fahren könnten.
T: Ja
Ich: Hast Du Deine Zahnbürste eingepackt.
T: Wollte ich jetzt machen.
Tiefes Einatmen.
Zeit vergeht
Ich: Ist jetzt alles fertig gepackt.
T: Ja
Ich : Auch die Zahnbürste?
T: Ja, auch die Zahnbürste

Ich geh in die Küche, will Kaffee kochen, sehe ich das das Pfadfindergeschirr von T. stehen, welches mit auf Fahrt sollte, aber NICHT eingepackt ist.
Ich, laut und genervt rufend: T! Herkommen.
T: Achja, das wollte ich noch einpacken. - Mama, weißt Du wo mein Schlafsack ist?
Meine Pulsschlagader fängt langsam an sichtbar zu pulsieren.

Zeit vergeht.

T: Mama, ich habe meinen Schlafsack nicht gefunden. Ich habe dann Deinen eingepackt – und Deine Badelatschen.
Ich: Das nächste Mal pack ich Deinen Rucksack und dann kriegst Du nicht nur meinen Schlafsack, sondern auch mein Bikiniunterteil statt Badehose mit.

Zeit vergeht.

T. kommt angeschlendert: Mama, kannst Du an meiner Kluft noch einen Knopf annähen und ein Abzeichen hat sich auch gelöst.

Habt Ihr den hier folgenden Explosionsknall gehört????

Muschelsucher

Kommentare:

  1. ui ui, das kann ich mir vorstellen, dass Mama da Geduld braucht ;)
    Ich wünsche deinem Sohnemann viel Spaß bei Pfadfinder Fahrt!!

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  2. Heute Nachmittag war ich schon mal hier,
    aber da reichte die Zeit nicht mehr für
    ein paar Worte.

    Ach, was hatte ich Glück. Meine Mutter hatte
    die Arbeit "erfunden". Sie packte mir die
    Koffer. -

    Aber meine Mutter hatte ja nur zwei Kinder.
    Da geht das. Und ich wurde als Jüngste
    eben verwöhnt (zahle ich heute alles zurück
    durch Pflege von Vater, Mutter und Schwester).

    Alles Gute
    Elisabeth

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  3. Hallo Ihr Beiden,
    ja Geduld ist in diesem Fall wohl das Zauberwort. Klar hätte ich es mir leichter machen können und für ihn packen... hätte wohl weniger Zeit und Nerven gekostet, aber letztendlich tue ich mir und vor allem ihm keinen Gefallen damit.

    Mit großem Spaß ist er losgezogen... die beiden Jüngsten 2 h später hinterher aber in ein Wölflingslager, in dem sich viele Meuten aus der Region treffen. Also ein wuseliger Haufen von 6-10 Jähriger.

    Liebe Grüße

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  4. Sich in Geduld üben, ist eine der schwersten mütterlichen Übungen.
    Da hilft nur gaaanz tief Luft holen und bis 5 zählen.

    Versuch es mal...
    LG Kathrin

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