Montag, 6. September 2010

ich fürchte

ich habe am Wochenende einen Mann von der Arbeiterwohlfahrt geschockt. Besser wir.

Wir hatten am WE ein Stadtfest und 3 meiner Kinder waren da eingespannt mit den Pfadfindern. Mit J. und seinem Freund samt Mutter sind wir dann über das Fest geschlendert.

Ein eifriger Herr der Arbeiter Wohlfahrt kam auf uns zugestürzt, uns "verhärmte alte Mütter" - so kamen wir uns vor ;-) mit 2 Kindern im Rehabuggy bzw Rolli, und brachte uns Informationen über Mutter-Kind Kuren.

Wir beide sahen ihn nur entgeistert an und sagten ihm, das sei das letzte, was wir wollten, aber eine gute Kurzzeitbetreuung unserer Kinder übers Wochenende, damit wir im Gegensatz zur MuKi Kur auch tatsächlich mal entspannen können und das machen dürfen, was wir wollen, das wäre eine gute Idee.

Nein, soetwas gäbe es nicht, war die Antwort, aber eine Kur sei doch so schön.

Die Frage kam von uns, ob wir die Kinder nicht alleine auf Kur schicken könnten? Aber dann bitte auch ohne, daß wir zwischendurch antreten müssen, um Wäsche zu waschen oder so? Nein, soetwas gäbe es nicht.

Er konnte einfach nicht verstehen, daß wir die Vorstellung mit anderen Müttern und Kindern in einer Klinik kaserniert zu sein und nach einem fremd vorgegebenen Tagesplan zu leben, so ziemlich dem gleich kam, was wir als unerträglich bezeichnen.

Ich fürchte, eine Welt ist für ihn zusammengebrochen.

Aber Recht hat er ja, viele Mütter sind ja ganz heiß auf diese Erfahrung.


Muschelsucher

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