Sonntag, 22. August 2010

Rückblick auf die Anfänge unseres Au Pair Daseins

Als nun unser zweiter Sohn geboren war und wir mit der Krankengymnastik für J. stark eingebunden waren und uns immer klarer wurde, das ist nicht mit 2-5 Rezepten abgehandelt, sondern wird eine richtige Langzeittherapie, überlegten wir uns, wie wir die Kinderbetreuung sicherstellen könnten. Meine Schwiegermutter sprach das Wort Au Pair aus. Dies erschien uns eine gute Idee zu sein. Damals war das Internet noch nicht das, was es heute ist, also nahm ich langsam zu einer Agentur in der Nähe Kontakt auf und erzählte meiner Mutter von der Idee.

Zeitgleich kam zu meinem Vater ein dortiges Au Pair D. aus Polen mit ihrem Betreuungskind in seine Praxis und er fragte sie, ob sie nicht noch jemanden in Polen kenne, der auch gerne Au Pair sein wolle, seine Tochter suche. Sie versprach sich umzuhören.

Kaum war sie wieder mit dem Kind zu Hause bei der Gastfamilie, rief dort ein Au Pair Mädchen an, daß sie Hilfe brauche und sofort ausziehen möchte, denn der Gastvater sei etwas zu nett zu ihr gewesen.

Mit diesem Mädchen im Schlepptau tauchte dann D. wieder bei meinem Vater auf und sagte, sie hätte nun doch ein Au Pair gefunden, allerdings nur für sofort.

So hatte ich innerhalb von 2 Tagen nach der ersten Überlegung, ob ein Au Pair die Lösung für unsere Probleme sei, tatsächlich ein Au Pair.

Sie packte und meine Mutter wollte sie her bringen.

Nun sollte der Raum das Au Pair Zimmer sein, in den wir seit dem Umzug immer alles reingeschmissen haben, um es später wegzuräumen. Wer ein solches Zimmer schon mal gehabt hat, weiß welch Arbeit das Wegräumen dann tatsächlich bedeutet.

Da es A, die unser Au Pair werden sollte, sehr eilig hatte, stand sie nämlich blitzschnell mit gepackten Koffern bei meinen Eltern auf der Matte. Der eigentlichen Gastfamilie wurde erzählt, sie müsse wegen Heimwehs nach Polen zurück, denn A. wollte die Familie nicht mit der wahren Geschichte zerstören.

Ich wurde nun etwas panisch, denn das Zimmer glich einer Großbaustelle. So rief ich meine Mutter an, sie soll bitte auf dem Weg hierher eine Sightseeing Tour veranstalten und die Mädchen zum Eis einladen und sonstwas machen, damit die Fahrt länger dauert.

Trotz und wegen tatkräftiger Hilfe hier, haben wir es geschafft, daß die Gardienen in dem Moment hingen als sie hier ankamen und das Zimmer nett aussah.

So taten wir völlig unvorbereitet die ersten Schritte in das Dasein von Au Pair Gasteltern. Es solletn viele Jahr mit Au Pairs folgen. Wir haben überwiegend positive Erfahrungen gemacht.

Die ersten Tage verliefen damit, die verschiedenen Ämter aufzusuchen, die Aufenthaltsgenehmigung und die Arbeitserlaubnis umzuschreiben, das alte Konto aufzulösen und ein neues einzurichten.

Dsnn konnten wir als Familie zusammenwachsen. Gerade unser 2. Sohn liebte A. wie eine Mutter. Es war zu schön, die beiden in Interaktion zu beobachten. Beide nahmen immer wieder schnell Blickkontakt auf.

Auch mit J. freundete sie sich schnell an und übernahm bald die Aufgaben der Therapiefahrten und turne auch einen Teil der Aufgaben mit ihm zu Hause. Dies war keine leichte Aufgabe, denn wir haben 4 mal am Tag nach Vojta geturnt.



Muschelsucher

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