Sonntag, 25. April 2010

von außen betrachtet

Ich war am Freitag auf der Beerdigung von Alina. Sie wurde 12 Jahre alt. Älter als es alle vorhergesagt haben, jünger als als alle gehofft haben.




Es war furchtbar die Familie zu sehen, nur ahnen zu können, was sie zur Zeit durchleben. Dennoch ist schon diese Ahnung so schmerzhaft.



Der Pastor hat die Beerdigung auch in Anbetracht der Mitschüler sehr kindgerecht gemacht. Er hat auch die Freude in den Vordergrund gestellt, die Alina im Leben gehabt hat.



Dennoch kam immer wieder ein Bezug auf das Leiden, auf ihr schweres Leben. Sie hat sicherlich nicht das Leben geführt, das man sich während einer Schwangerschaft für sein Kind erhofft. Ich habe sie aber nie als leidend empfunden. Noch habe ich sie so gesehen, als habe sie ein schweres Leben. Dazu war sie zu fröhlich, so lachend zu strahlend.



Ich denke, diese Betrachtungsweise ist immer eine von außen. Aber unsere Kinder kennen es nicht anders. Für sie ist es Normalität. Natürlich sind sie mal genervt und gefrustet, dennoch habe ich den Eindruck, sie kommen mit der Situation besser zurecht, als wir es von außen - mit einem defizitorientierten Blick vielleicht- vermuten oder sehen können.



Seltsam war, daß ich ausgerechnet nach der Beerdigung zum ersten Mal diese Mirjamsteine wahrgenommen habe.



Oft war ich an diesen Steinen schon vorbei gegangen, aber wahrgenommen habe ich sie erst an diesem Tag, direkt nach der Beerdigung.



In Gabrielas Blog für ihre Tochter Mirjam habe ich schon oft diese schönen Steine bewundert. Wir haben hier solche Steine nicht.

Klimahaus Schweiz



Diese habe ich dann gerade an dem Tag im Klimahaus gesehen, in der Ausstellung über die Schweiz. Wie oft war ich an ihnen schon vorbeigegangen.



Wieso Mirjamsteine konnt Ihr hier nachlesen.



Irgendwie haben diese Mirjamsteine, und daß ich sie gerade an diesem Tag gefunden habe, eine Art von Zuversicht geben können.

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