Mittwoch, 3. März 2010

OP, davor und danach

Meine Tochter hat eine chronische Tubenbelüftungsstörung und hat seit fast 4 Jahren Tubenröhrchen liegen, die jetzt entfernt werden müssen, da ansonsten die Fegahr besteht, daß das Tommelfell nicht mehr zusammenwächst.

Am Montag waren wir dann zur Narkosevoruntersuchung im Krankenhaus. Ich habe mir in der letzten Woche einen fiesen Virus eingefangen, ich komme nämlich kaum auf die Beine. Immerhin habe ich jetzt kein Fieber mehr, aber bin total erschöpft und den ganzen Tag schlapp und "heulig".

Es lief aber auch alles schief.

Ber zurück zur Narkoseverbesprechung. Als erstes stellte ich morgens fest, daß ich alle Papiere hatte, aber die KK KArte verschwunden war und zwar von allen Kindern, die am Fr. beim Arzt waren. Also habe ich Jacke, Tasche Schreibtisch usw durchsucht und dann beim Kinderarzt angerufen... da waren die Karten. Also dahin, Karten abholen. Dann wollte ich bei Real die 10 Fach Goldpunkte nutzen und 2 technische Geräte kaufen, aber die waren auch nicht da.

Also ab in KH mit Töchterlein. Da gab es keinen Parkplatz. Wir haben dann so weit vom KH entfernt geparkt, daß wir auch von zu Hause hätten laufen können. Natürlich waren wir die letzten bei der Voruntersuchung von allen die Mittwoch auf der ambulanten HNO OP Liste stehen und waren damit dann auch die letzten die untersucht wurden.

Solange mußten wir mit einer lauten Horde Kindergartenkindern, deren Müttern oder Vätern in einem hallenden Katakombenwarteraum sitzen, wohl der einzige, der noch nicht renoviert ist in dem ansonsten neu ausgebauten KH.

Als ich dann mit der Schwester die Papiere regelte, kriegte ich dann mit, daß kein Anästhesist da sei, er sei im Notfall und es handele sich eher um Stunden als um Minuten, wann er denn kommen könnte.

Ich bin dann mit mit meiner Tochter in die Cafeteria, als ich wieder kam, waren alle weg. Nada, Leere.
Ich fand sie dann statt im HNo Warteraum im Anästhesiewarteraum, der dann voll war und wohin aber auch kein Arzt kam.

Dann tauchte doch noch einer auf, sogar noch ein zweiter und alles ging sehr schnell... so war ich dann nach 3 h auch wieder zu Hause.

Eine Sonderpädagogin rief an und wollte wissen, ob ich für unseren Jüngsten wegen der AVWS Förderstunden beantragen will. Ich möchte aber eigentlich erstmal einschulen und abwarten ob nötig. Da haben wir morgen nochmals Termin.

Dienstag:
Gespräch mit der Sonderpädagogin ergab, daß unser Sohn auf der Liste der Kinder stand, die auf sonderpädagogischen Förderbedarf zu überprüfen sind. Aber keiner weiß wie er mit einer völlig falschen Schreibweise und ohne weitere Daten und vor allem ohne Antrag von uns auf diese Liste kam.

Zumindest konnte es geklärt werden, daß zur Zeit kein Hinweis darauf besteht, daß er Förderung benötigt.

Mittwoch:
Da unsere Tochter schon eine der älteren Kinder mit einer HNO Op ist, steht sie nicht mehr ganz vorne auf der OP Liste, sondern ist die letzte gewesen. Was natürlich auch bedeutet, daß sie lange nüchtern bleiben muß. Aber es bedeutet auch, daß sie schon alles bewußt miterlebt und Ängste hat, mehr als sie sie vor 4 Jahren hatte.

Aber wir hatten dahin gehend Glück, daß das Mädchen vor uns zu spät kam, da man ihr eine falsche Uhrzeit genannt hat, so sind wir im KH angekommen, einen OP Platz vorgerückt und alles ging ganz schnell. War für uns gut, so konnten wir beide keine Spannung aufbauen.

Jedes Mal, wenn ich mein Kind an der OP Schleuse abgebe, befällt mich diese unendliche Einsamkeit.
Aber nach nur einer halben Stunde durfte ich wieder zu ihr. Sie schlief, und schlief und schlief. Lange bleib sie schlapp.

Schön war es, daß die Schwester von der Gemeinde ist und uns gut kannte. Das gibt gleich ein heimeliges Gefühl.

Nach dem Mittagessen sind wir wieder nach Hause gekommen. Zur Zeit hat sie das Gefühl auf einem Ohr wie durch Watte zu hören. Ich weiß nicht, ob dies normal ist, denn mit Tubenröhrchen raus habe ich noch so keine Erfahrung gemacht.

Ich werde morgen mal telefonieren.

Jetzt schläft sie noch weiter den "Rausch" aus und wird morgen hoffentlich wieder fit sein.

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