Donnerstag, 28. Februar 2008

Februar 2008

16.02.2009

Prästationäre Aufnahme


Wir waren gestern zur prestationären Aufnahme im Krankenhaus. Dort soll beidseits die Hüfte meinses Sohnes umgestellt werden. Wer mein Bog schon etwas länger liest, weiß, daß uns dieses Thema schon länger bevorsteht. Allerdings hat nicht alles so geklappt wie es geplant war. Da unser Au PAir ja nach dem Weihnachtsurlaub von ihren Eltern zwecks Zwangsverheiratung festgehalten wird, stehen wir ganz ohne Kinderbetreuung da.

Wir sind jetzt sozusagen auf Abruf zu Hause, Sonntag Abend müssen wir um 17.00 Uhr einrücken. Am Montag Morgen geht es dann auf in den OP. Es sind 5 h+ angesetzt, dazu kommt dann die Gipszeit.

Bei der OP wird beidseits der Oberschenkelhals neu angewinkelt, die Oberschenkelhalsköpfe gedreht, wahrscheinlich 3 verschiedene Muskeln nach Bedarf verlängert, wird unter Narkose entschieden.

Zusätzlich wird beidseits die Achillessehne nach Baumann verlängert, falls das nicht ausreicht ein Z Schnitt direkt an der Sehne.

Es wurden Videoaufnahmen der Beweglichkeit, des laufens etc gemacht, dann wurde Blut abgenommen und ich aufgeklärt bis mir übel wurde . Anschließend dann zur Anästhesie und da wurde ich dann aufgeklärt, daß dort alles das schief gehen kann, was bisher noch nicht erwähnt wurde. Auch das habe ich alles brav unterschrieben.

Dann doch Röntgen, Arztgespräch, erneutes Blut abnehmen, da Justus einen seltenen Antikörper auf seinem Blut hat und daher es in ein Speziallabor geschickt werden muß, Klinikkindergarten angesehen und jetzt zu Hause.

Eben war ich noch beim Orthopädiemechaniker, weil noch einige Einstellungen am Rolli vorzunehmen. Er wird auch am Montag meinen Sohn im OP gipsen, Abdrücke nehmen für die anschließende Orthesenversorgung, Nachtlagerungsschienen und Liegeschale für die Nacht.

Ich bin völlig am Ende, obwohl ich heute nix geleistet habe. Jetzt heißt es nur noch warten, aber die Zeit läuft jetzt auch einfach. Ich bin froh, daß es jetzt einfach los geht und diese OP nicht mehr wie ein riesen Berg vor uns steht und uns bedroht, sondern daß wir begonnen haben, ihn zu besteigen.



17.02.2009

D-Day minus 1

Gestern hatte mein Sohn leicht Durchfall. Ich hoffe, die OP wird jetzt nicht noch durch einen MDvirus gestoppt. Aber wahrscheinlich war es psychosomatisch, warum sollte es denn auch an ihm einfach spurlos verschwinden.


24.02.2009

OP Überstanden

Am Montag morgen ist J. gegen 7.25 in den Op und die Vorbereitungen liefen. Ich habe ihn da abgegeben und bin dann nach HAuse gefahren, um mich um die anderen Kinder zu kümmern. Unser heimischer Orthopädiemechaniker bekam einen Anruf aus dem KH, die Gipsabdrücke für die Anschlußversorgung mit Orthesen zu machen (so war das vorher abgesprochen) und dieser teilte mir dann mit, daß er gegen 13.15 im OP sein sollte. So konnte ich mir dann ausrechnen, daß er noch 20 min gipst und noch die generellen Gipse angelegt werden müssen.... so rechnete ich, daß ich gegen 14.00 Uhr zu ihm konnte. Gegen 14.30 durfte ich dann zu ihm auf die Intensivstation. Es ging ihm den Umständen entsprechend gut, er hatte verhältnismäßig wenig Blut verloren, aber war sehr gelb am Körper, so daß ich den HB Wert von 10 nicht so ganz als realistisch ansehen konnte.

Im Vorfeld lagen dort Zettel aus, man solle im Aufwachraum nicht weinen, klar habe ich gedacht, natürlich nicht, aber ein Kind so zu sehen, war schon echt heftig. J. hatte üble Schmerzen und übergab sich, was gar nicht so einfach ist, wenn man von Fuß bis Rippen eingegipst ist und stramm auf dem Rücken liegt. Sein Kaliumwert war niedrig, was über eine Infusion ausgeglichen wurde, das brennt aber übel in der Vene.

Jedenfalls hatten wir den TRott: Er dämmert, wacht auf, weint vor Schmerzen, bekommt Schmerzmittel, übergibt sich, bekommt was gegen Übelkeit und dann ging das wieder von vorne los und das eigentlich sich insgesamt zwar verlangsament, aber doch bis zum nächsten Morgen.

Gegen 10.00 Uhr ist er dann auf die Station verlegt worden, der Gips wurde dort eingekürzt, abgerundet und ausgepolstert. Windeln vorgelegt, nachdem der Katheter gezogen wurde.

Gegen Mittag hat J. gut gegessen und war dann sehr müde und wollte schlafen, aber dieses Nachbarkind im Bett hat ihn absichtlich richtig bösartig immer wachgehalten und die Mutter hat den nicht gebremst bekommen, bis ich den einmal zusammengedonnert habe.

Der NAchmittag war dann nach dem Erwachen schwierig, J. war mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Am nächsten Morgen war er dann noch gegen seinen Willen so dann doch in der Kinderbetreuung und hatte etwas Abwechslung. Am Nachmittag ist er dann schon gerne gegangen. Die Schmerzmittel können reduziert werden. Das Liegen in diesen Gipsen ist sehr nervig für ihn und führt zu einer generellen Nörgeligkeit am Abend.

Gestern haben meine Eltern die Schicht übernommen, da mein 2. Sohn geburtstag gefeiert hat. Auch das Normale Leben muß weiter gehen.

Unser NAchbarskind im Zimmer hat gewechselt und Justus ist erleichtert darüber, denn der laberte nur dummsinnig von Fahrstühlen und das wirklich non stopp. Als ich Justus mal fragte, was ihn eigentlich am meisten stört, antwortete er mit dem Talker: FAHRSTUHL. Ich bin fast unters Bett gerutscht vor Lachen.

Es wurden beide Achillessehnen nach Baumann verlängert und beide Oberschenkelhälse umgestellt, insbesondere im Winkel und iin der Rotation verndert.

Jetzt muß alles nur noch zusammenwachsen und J. wieder auf die Beine kommen.

Er wird jetzt noch 7 Wochen da bleiben, da wir uns gegen eine Zwischenentlassung entschieden haben, da er dort durch die Betreuung durch seine Lehrer, die Kinderbertreuung im KH und Besuch von Freunden aus dem Internat viel mehr Abwechslung hat als hier, außerdem kann ich nicht meine Familie weiter durchbringen wenn ich 24 h am Tag stramm ans Haus gebunden bin, denn in dem Gips kann ich J. ja nirgends mit hinnehmen.