Donnerstag, 29. Mai 2008

Mai 2008

Und täglich grüßt das Murmeltier oder das Krankenhaus

Gestern hatte ich das "täglich grüßt das Murmeltiertagfeeling" als ich zur Kontrolluntersuchung mit meinem Sohn im KH war. Schließlich war ich 10 Wochen in der Zeit nach der HüftOP dort fast täglich hingefahren.

Ich hatte in letzter Zeit eine schwere emotionale Krise, denn alle Entwicklungsfortschritte sind eben nach der OP vernichtet, kein Laufen, keine selbständige LAgeveränderung, kein Klogang etc.
Ich war angefressen, man man mich auf diese desolate Situation nicht recht vorbereitet hatte. Mein Krankengymnast hier macht sorgenvolle Miene. Die Krankengymnastin in der Schule gibt sich sehr Mühe, wiegelte meine Sorgen aber eher ab.

Gestern zeigte mir dann die KG in der Schule, als ich meinem Sohn dort abholte, dann wie er dort steht und läuft, was eben immer hoch gelobt wurde. In meinen Augen sah es genauso desolat aus, wie das, was ich zu Hause erlebe. Aber sie sagte, alles ok, solle mir keine Sorgen machen.

Also beschloß ich, daß es meinem Sohn objektiv wohl den Umständen entsprechend gehe, ich diese subjektiv lediglich als äußerst negativ empfinde.

Im Krankenhaus traf ich dann den Chef im Flur, der meinen Sohn ansprach, was denn das Laufen mache. Erstaunter Blick meinerseits, denn wir sind vom Aufsetzen des Fußes auf den Boden soweit entfernt, wie eine Kuh vom Eistanz und eine Belastung überhaupt nicht möglich ist und das LAufen zurzeit ebenso wahrscheinlich wie intelligentes Leben auf dem Mars.

Nach ausgiebigen Untersuchungen weiß ich, daß ich leider nicht nur die Situation meines Sohnes subjektiv negativ einschätze, sondern dies wohl auch mit der objektiven Wirklichkeit übereinstimmt.

Die ersten Kinder laufen zu diesem Zeitpunkt der postoperativen Behandlung schon wieder, wir kämpfen bei jeder LAgeveränderung mit starken Schmerzen. Bei einigen dauert das Laufen bis 6 Monate nach OP, das wären noch 3 weitere Monate, aber selbst das sieht im Moment nicht so aus. Es klang an, daß es ein Verlauf sei, der Kopfzerbrechen bereiten könnte...

Jedenfalls sollen wir erneut stationär aufgenommen werden, dort soll ein Mobilitätstraining stattfinden. Ich bin über diese Entscheidung erleichtert, nicht mehr alleine die Situation wuppen zu müssen.


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